Experten warnen vor neuer Grippe-Welle

Northeim. Vor einer starken Grippe-Welle hat das Robert-Koch-Institut gewarnt, weil die Stärke der Grippe-Welle häufig im zweijährigen Rhythmus schwankt.

Da die Zahl der Grippekranken im vorigen Winter äußerst gering war, mahnt das RKI für diese Saison zur Vorsicht und zur Grippeimpfung.

Dr. Regina Pabst, Amtsärztin im Kreis-Gesundheitsamt Northeim, will sich dieser Prognose allerdings nicht vorbehaltlos anschließen. Es könne auch sein, dass es einen milden Winter gebe, und dann hätten die Grippe-(Influenza)-Viren erfahrungsgemäß weniger Chancen, sich auszubreiten. Pabst: „Bei ordentlicher Kälte und damit einhergehend trockener Luft ist der Mensch erfahrungsgemäß anfälliger für Erkältungskrankheiten.“

Trotzdem rät auch die Northeimer Medizinerin zur Grippe-Schutz-Impfung. Insbesondere sollten sich Risiko-Gruppen wie Bewohner von Altenheimen, Menschen mit chronischen Atemwegs- und Herzerkrankungen oder Krebspatienten impfen lassen, und natürlich medizinisches Personal.

Dass die vorige Grippe-Saison 2013/14 zu den schwächeren der jüngeren Geschichte gehörte, kann auch Regina Pabst bestätigen. Nach ihren Informationen gab es deutschlandweit im vorigen Winter lediglich 6257 erfasste Influenza-Krankheitsfälle. Dies sei nur ein Zehntel der Vorjahreszahl, als 66 000 Erkrankte gezählt worden seien. Im Februar und März 2013 waren die Wartezimmer bei den Ärzten im Landkreis Northeim voll mit Grippekranken.

Um dem vorzubeugen, empfiehlt Amtsärztin Dr. Pabst die kostenlose Grippeimpfung beim Hausarzt. Jetzt sei dafür der richtige Zeitpunkt, da erfahrungsgemäß Influenza-Wellen ab Mitte Januar ihren Lauf nehmen und es andererseits zwei Wochen braucht, bis der Impfschutz einsetzt. Nebenwirkungen seien so gut wie keine zu erwarten. (goe)

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb-mm

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