Tipps der Polizei

Fake-Anrufe von Microsoft: Northeimer wurde um mehrere tausend Euro betrogen

Northeim. Um mehrere tausend Euro betrogen wurde am Freitag ein 60 Jahre alter Northeimer durch einen einen Telefonanruf.

Der Anrufer, so die Polizei, gab sich als Microsoft-Mitarbeiter aus.

Er gab vor, dass der PC des 60-Jährigen mit einem Virus infiziert sei. Für 149 Euro könne man den Computer von den Schadvieren befreien.

In der Sorge, die Daten auf seinem Rechner durch das Virus zu verlieren, ermöglichte der Northeimer dem Anrufer einen Fernzugriff auf seinen PC. 

Microsoft-Anruf: Virus angeblich entfernen

Nach der angeblichen Reinigung des PCs überwies der 60-Jährige per Online-Banking die 149 Euro. Am nächsten Tag musste er feststellen, dass bei vier Transaktionen mehrere tausend Euro von seinem Bankkonto abgebucht wurden.

Anrufe von Microsoft 2018 melden: Tipps der Polizei

Das Präventionsteam der Polizeiinspektion Northeim/Osterode und empfehlen in diesen Fällen folgendes:

  • "Microsoft und andere Supportanbieter rufen Ihre Kunden nicht auf diese Art und Weise an. Sollten jemand einen derartigen Anruf bekommen, sollte er das Gespräch beenden. 
  • Sollten Sie auf eine entsprechende Webseite gelangen, bewahren Sie Ruhe. Beenden Sie die Webseite oder ggf. den Browser. Ein Neustart sollte in der Regel auch helfen. Ggf. muss der Browser entsprechend zurückgesetzt werden. Starten Sie zur Sicherheit Ihre eigene Antivirensuche mit einer ausführlichen Suche.
  • Notieren Sie die Rufnummer, die bei Ihnen auf dem Display erscheint. Auch wenn diese Rufnummer in der Regel durch die Täter mittels Call-ID-Spoofing gefälscht ist.
  • Sollten die Täter mittels Fernzugriff bereits auf Ihrem Rechner sein. Notieren Sie die Teilnehmernummer des Remote-Computers, mit dem der Zugriff auf Ihren Rechner erfolgt. Ggf. lassen sich hier weitere Ermittlungen durch die Polizei tätigen.
  • Prüfen Sie ausführlich Ihren Computer mit einer aktuellen Antivirensoftware. Zusätzliche Prüftools bekommen Sie auch auf www.botfrei.de.
  • Beenden Sie die Internetverbindung (LAN-Kabel ziehen/WLAN beenden). Informieren Sie Ihre örtliche Polizei und erstatten Sie im Schadensfall Anzeige. Sollten Bankdaten (oder vergleichbare Daten) benutzt worden sein, informieren Sie unverzüglich die entsprechende Bank. Achten Sie zukünftig auf unberechtigte Abbuchungen.
  • Gegebenenfalls sollte eine Kreditkarte sofort gesperrt werden. Informieren Sie Familienmitglieder (auch Eltern/Großeltern), Freunde und Bekannte über diese Masche.

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