Betrüger ergaunert in Northeim mit „Call ID Spoofing“ 2100 Euro

Betrugsmasche mit falscher Telefonnummer im Display: Wenn der Chef gar nicht der Chef ist

Northeim. Die Northeimer Polizei warnt vor der Betrugsmasche „Call ID Spoofing“ über das Telefon. Eine Frau aus Northeim ist auf diese Masche reingefallen, die Täter ergaunerten 2100 Euro.

Beim sogenannten „Call ID Spoofing“ wird statt der Rufnummer des Anrufers eine frei wählbare Telefonnummer im Display des Angerufenen angezeigt, um die wahre Identität des Anrufers zu verschleiern.

Dies hat sich ein Betrüger zunutze gemacht, der am Samstagmittag eine 18-jährige Angestellte einer Northeimer Tankstelle angerufen hat. Die junge Frau sah die Handynummer ihres Chefs im Display. Der Anrufer gab sich als dessen Bruder aus und forderte sie auf, ihm die Cash Codes von Steam-Wertmarken mit denen man im Internet unter anderem Computerspiele bezahlen kann, zu übermitteln. Die Wertmarken werden in der Tankstelle verkauft.

Die junge Frau gab dem Anrufer die Bezahlcodes von 42 Marken im Wert von insgesamt 2100 Euro durch. Noch ist unklar, ob die Marken nach dem Bemerken des Schwindels rechtzeitig gesperrt werden konnten.

Das rät die Polizei

Die Polizei weist darauf hin, dass sich Telefonnummern leicht herausfinden lassen. Sie rät, beim geringsten Zweifel den vermeintlichen Anrufer selbst anzurufen. Man sollte auch keine Details über finanzielle Verhältnisse preisgeben und niemals irgendwelche Codes übermitteln. Statt sich am Telefon unter Druck setzen zu lassen, solle man lieber auflegen. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa

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