Fegen für den Frieden 

Bundesweite Aktion: Muslime haben in Northeim Spuren des Feuerwerks beseitigt

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Schon früh auf den Beinen: Um auf sich und ihre Ziele aufmerksam zu machen, beteiligten sich die Mitglieder der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde in Northeim an einer bundesweiten Neujahrsputz-Aktion.

Northeim. Eine bundesweite Neujahrsputz-Aktion der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde hat am Neujahrsmorgen auch in der Kreisstadt Northeim stattgefunden.

Wer am Dienstagmorgen im Bereich Rückingsalle und Mühlentorkreuzung in Northeim unterwegs war, dürfte sich darüber gewundert haben, dass dort nicht, wie sonst üblich am Neujahrstag, massenhaft Überreste des Silvesterfeuerwerks auf der Fahrbahn und den Bürgersteigen herumlagen. Grund dafür war eine bundesweite Neujahrsputz-Aktion der muslimischen Ahmadiyya-Gemeinde, der in Northeim zurzeit etwa 40 aus Pakistan stammende Mitglieder angehören.

Mit der Aktion möchte die Gemeinde, die bundesweit mehr als 40 000 Mitglieder zählt und den Status einer Körperschaft öffentlichen Rechts hat, ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und für ihre Verbundenheit zum jeweiligen Heimatort setzen.

„Ein wirklicher Muslim, dem die Lehren seines Glaubens bewusst sind, wird sich immer aufrichtig und loyal dem Land gegenüber verhalten, unter dessen schützenden Schatten er in Frieden lebt“, zitiert Ahmed Ajaz, Präsident der Northeimer Gemeinde, einen Grundsatz seiner Glaubengemeinschaft. Die wurde 1889 in Indien als Reformgemeinde im Islam gegründet und setzt sich seitdem für Frieden, Toleranz, die Wahrung der Menschenrechte und eine Trennung von Politik und Religion ein.

Weitere Grundsätze sind unter anderem die Gleichberechtigung von Mann und Frau und die Ablehnung jeglichen Versuchs, den Islam mit Gewalt zu verbreiten. Wer Letzteres versuche, dem sei die dem Islam innewohnende Schönheit gar nicht bewusst, lautet eines der Zitate von Gemeindegründer Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad (1835-1908).

Von den meisten anderen muslimischen Glaubengemeinschaften wird die Ahmadiyya-Lehre abgelehnt, sodass viele Mitglieder aus ihren Heimatländern flüchten mussten, weil sie dort als Minderheit unterdrückt wurden.

Im Mai 2015 hatte die Northeimer Ahamadiyya-Gemeinde bereits mit einer Baumpflanzaktion auf ihre Ziele und Grundsätze aufmerksam gemacht.

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