Bescheidene Ernte erwartet

Fehlstart für die Zuckerrübenbauern

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Northeim. Die Zuckerrübenernte wird in diesem Jahr wohl eher bescheiden ausfallen. Zu dieser Einschätzung kommt Hartmut Danne, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Northeim-Osterode.

Schuld daran seien die ungünstigen Wetterbedingungen Ende März und Anfang April, begründet Danne seine pessimistische Prognose.

„Der viele Regen hat den Boden so verdichtet, dass die jungen Zuckerrübenpflanzen keine Chance hatten, hindurch zu kommen.“

Danne schätzt, dass die Landwirte im Landkreis Northeim etwa ein Drittel der mit Rübensamen bestellten Felder wieder umpflügen und neu einsäen mussten. Der Gesamtschaden für die Bauern lässt sich laut Danne derzeit noch nicht abschätzen. Klar sei aber schon jetzt, dass es in diesem Jahr keinesfalls wieder eine so gute Ernte wie im vergangenen Jahr geben wird.

Einkommenseinbußen

Angesichts der Rekordernte von 2014 hätten die Zuckerfabriken den Bauern empfohlen, in diesem Jahr weniger Rüben anzubauen, weil es derzeit genügend Zucker auf dem Weltmarkt gebe. Da es nun voraussichtlich auch noch aufgrund des Wetters im Frühjahr schlechtere Erträge geben werde, seien Einkommenseinbußen für die Bauern zu erwarten, zumal es doppelte Ausgaben für das Saatgut gegeben habe. Dass die Verluste höchst wahrscheinlich nicht mehr ausgeglichen werden können, liege auch daran, dass für die erneute Bestellung der Felder zunächst nicht genügend Saatgut auf dem Markt verfügbar gewesen sei.

„Wir bestellen bereits im Herbst bei den Saatgutfirmen“, erklärt Danne. „Und die produzieren nicht über den Bedarf hinaus, weil die Samen nicht unbegrenzt gelagert werden können.“ Insofern sei noch einmal etwas Zeit verloren gegangen. „2015 wird leider kein Rübenjahr“, bringt Danne die derzeitige Situation in der Landwirtschaft auf den Punkt. 

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