Northeimer Musikproduzenten gehen im feinen Zwirn zu den Grammys

Sie reisen durchaus hoffnungsvoll nach Los Angeles: Günther Pauler und Hans-Jörg Mauksch (2.u.3.v.l.) werden von Wilvorst eingekleidet. Anke Busch nahm Maß bei den Herren, Peter Behnke präsentierte diverse Anzüge der neusten Kollektion. Foto:  Oschmann

Northeim. Die beiden Northeimer Musikproduzenten Günter Pauler und Hans-Jörg Mauksch werden für Grammy-Verleihung von Wilvorst eingekleidet.

Maß genommen wurde bei Günter Pauler und Hans-Jörg Mauksch. Wenn der Chef des weltbekannten Northeimer Tonstudios und sein Kollege in wenigen Tagen zur Grammy-Verleihung nach Los Angeles starten, haben die beiden schicke Anzüge in ihren Koffern, die sie während des Festakts tragen werden.

„Ich glaube, ich entscheide mich für das etwas schlichtere Modell“, ruft Pauler dem Einkaufschef des Northeimer Herrenausstatters Wilvorst, Peter Behnke, zu. Der führt den beiden gerade verschiedene Anzüge aus der aktuellen Kollektion vor, darunter edle Smokings.

Während die Garderobe für die Damen bei der Grammy-Verleihung etwas strenger geregelt ist, um - wie geschehen - „Busenblitzer“ zu vermeiden, wird den Herren laut Einladung etwas mehr Spielraum zugestanden.

Günter Pauler und sein Kollege Hans-Jörg Mauksch denken dabei vor allem praktisch. „Für so ein glänzendes Teil gibt es nicht viele Gelegenheiten, es zu tragen.“ Anziehen würden sie den „schicken Wilvorst-Zwirn“ aber schon gern öfter. Deshalb überlegen die beiden nicht lange.

Das Tonstudio in den Gewölbekellern des St.-Blasien-Komplexes am Northeimer Münster ist in der Kategorie „Bestes Surround-Sound-Album“ wegen der herausragenden Aufnahmetechnik für einen Grammy nominiert worden (wir berichteten). Es handelt sich um das Album „Epics of Love“, das die Northeimer in Peking mit den chinesischen Philharmonikern und der Starsopranistin Song Zuying aufgenommen haben.

Durch den Artikel in der HNA ist der Northeimer Herrenausstatter, der aktuell Stars wie Peter Maffay oder Andreas Bourani einkleidet, auf Pauler und Mauksch aufmerksam geworden. Das Angebot, die beiden für diesen festlichen Anlass gratis einzukleiden, haben die Nominierten gern angenommen, denn sowohl ihre Reise nach Los Angeles als auch den Eintritt zur Verleihung des bekannten Musikpreises und die anschließende Party müssen sie aus der eigenen Tasche zahlen.

„Wir werden wohl am 5. Februar fliegen und uns dann in LA ein wenig umschauen“, erläutert Pauler, während Maßmodellmacherin Anke Busch ihrer Kollegin Ann-Kathrin Hupe die gerade genommenen Maße der beiden Musikexperten zuruft.

Ganz besonders freuen sich die Northeimer auf die „Gallionsfiguren“ in ihrer Musikproduzenten-Branche wie Elliot Scheiner, mit denen sie sich austauschen wollen.

Wie lange sie nach der Grammy-Verleihung am 8. Februar in den USA bleiben werden, ist aktuell noch offen. Weil in Northeim ein riesiger Berg Arbeit auf Pauler und Mauksch wartet, dürfte dieser Zeitraum überschaubar bleiben. „Dann arbeiten wir schon an unserer nächsten Grammy-Nominierung!“, schmunzeln die beiden, die sich durchaus Chancen auf den Preis ausrechnen.

 

Von Hans-J. Oschmann

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