Rücktritte zurückgezogen

Die Feuerwehr Lütgenrode macht weiter

Lütgenrode. Die Lütgenroder Feuerwehr soll weiter bestehen bleiben: Bei den Brandschützern der kleinen Ortschaft glätten sich so langsam die Wellen der Empörung nach dem erfolgten Fahrzeugtausch mit der Ortswehr Parensen.

Nach Gesprächen mit dem Gemeindekommando und der Verwaltungsspitze besteht jetzt Einigkeit darüber, dass es weiter geht.

Zwei ganz wichtige Stationen auf diesem Weg: Ortsbrandmeister Christian Vogel, der heftige Kritik am Gemeindekommando mit Dirk Sauerland an der Spitze geübt hatte und zum Jahresende seinen Rücktritt angekündigt hatte, ist umgeschwenkt und jetzt entschlossen, als Ortsbrandmeister weiter im Amt zu bleiben. Der zweite ganz wichtige Punkt: Von den wegen des Fahrzeugtauschs spontan zurückgetretenen 13 Aktiven haben jetzt acht einen Rückzieher gemacht und halten der Wehr auch weiterhin die Stange. Mit den anderen fünf werden aktuell Gespräche geführt, dass auch sie weiterhin ihren Dienst in der Wehr Lütgenrode verrichten.

In der Sitzung des Gemeinderats berichtete Bürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel über das interne Gespräch zwischen Vertretern der Lütgenröder Wehr, des Gemeindekommandos und der Verwaltungsspitze, das zu der jetzt entspannteren Situation geführt hat. Sie räumte ein, dass es in der Vergangenheit eine Reihe von Ungereimtheiten und Defizite in der Informationspolitik gegeben habe.

Das habe zum Teil daran gelegen, dass die Lütgenröder Wehr aus personellen Gründen mehrfach nicht an den Kommandositzungen teilnehmen konnte und deshalb diverse Entscheidungen nicht mitbekommen habe. Es habe aber auch daran gelegen, dass das Feuerwehrkommando die Lütgenröder Brandschützer über zum Teil wichtige Beschlüsse nicht unterrichtet habe. Deshalb seien aus den Unstimmigkeiten echte Verärgerungen mit den bekannten Konsequenzen geworden, sagte die Bürgermeisterin.

SPD-Fraktionssprecher Werner Vollmer sagte dazu, dass es von den Lütgenrödern sicher richtig gewesen sei, mit ihrem Protest und den Rücktritten innerhalb der Wehr ein Zeichen zu setzen. Der Angersteiner könne es nur begrüßen, dass in großen Teilen der Lütgenröder Wehr jetzt der Wille bestehe, die Ortsfeuerwehr zu erhalten und weiterzumachen.

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