1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim
  4. Northeim

Brandgefahr: Feuerwehr warnt vor Nutzung von Teelichtöfen

Erstellt:

Von: Kathrin Plikat

Kommentare

Trend im Internet: Aktuell werden Teelichtöfen als Heizquelle für die Wohnung beworben. Doch die Feuerwehren warnen.
Trend im Internet: Aktuell werden Teelichtöfen als Heizquelle für die Wohnung beworben. Doch die Feuerwehren warnen. © Patrick Pleul/DPA

Der Northeimer Kreisbrandmeister Marko de Klein warnt vor der Nutzung von sogenannten Teelichtöfen, um die heimischen vier Wände zu heizen: Es drohen Kohlenmonoxidvergiftungen und Brände.

Northeim – Die Feuerwehren im Landkreis Northeim warnen vor Energiespartipps aus dem Internet. „Viele dieser Tipps sind nicht nur aus energetischer Sicht Unfug, sie sind sogar lebensgefährlich“, sagt Kreisbrandmeister Marko de Klein. So werden zum Beispiel aktuell in den sozialen Netzwerke und auf Videoplattformen immer wieder Teelichtöfen beworben, die, bestehend aus Tontöpfen und Teelichtern, angeblich die ganze Wohnung heizen sollen.

„Wer eine große Anzahl von Teelichtern direkt nebeneinanderstellt und anzündet, der riskiert nicht nur einen Wachsbrand mit einer meterhohen Flamme, sondern läuft zusätzlich Gefahr, eine Kohlenmonoxidvergiftung zu erleiden“, so den Klein.

Kerzen seien grundsätzlich nur in Maßen als stimmungsvolle Lichtquelle geeignet, nicht aber zum Heizen. Dafür ist die abgegebene Wärme laut de Klein viel zu gering. Außerdem könnten die heißen Tontöpfe „explodieren“ und die Splitter Menschen in der Nähe verletzen oder sogar Brände auslösen.

Brennendes Wachs könne außerdem nicht mit Wasser, sondern nur mit speziellen Fettbrandlöschern gelöscht oder mit einer Löschdecke erstickt werden, betont der Kreisbrandmeister. Eine hohe Brandgefahr bestehe zudem, wenn man versuche, die Wohnung mit elektrischen Heizlüftern zu erwärmen. Diese Geräte dürften nur mit ausreichendem Abstand zu brennbaren Gegenständen betrieben werden und seien auf keinen Fall zum Trocknen von Wäsche geeignet. „Geräte, die keine entsprechende Prüfung haben, können überhitzen und ebenfalls Brände auslösen“, warnt de Klein. Heizlüfter seien mit Blick auf die Strompreise zudem nicht kostengünstiger im Vergleich mit Gas- oder Ölheizungen.

Grundsätzlich rate die Kreisfeuerwehr, in der „dunklen“ Jahreszeit, Rauchmelder auf ihre Funktion zu überprüfen, Kerzen ausschließlich auf feuerfesten Unterlagen zu betreiben und bei Öfen sowie Heizanlagen zu überlegen, ob die Installation eines Kohlenmonoxid-Melders sinnvoll sei.

Beratungen dazu bieten nach seinen Worten die Feuerwehren sowie Schornsteinfeger an. De Klein: „Egal, ob Gas, Öl, Holz oder Kohle verbrennt, der unsichtbaren Gefahr von Kohlenmonoxid kann man mit Warnmeldern entgegenwirken.“ Denn nur so könne man das unsichtbare und geruchlose Gas rechtzeitig bemerken.   (kat)

Auch interessant

Kommentare