Städtischer Kulturausschuss legt Standorte für Skulpturenweg in Northeim fest

Figuren entstehen im Mai live vor Ort

Achtet auf die Zeit: Romanfigur Momo (1,20 m hoch) soll auf die Uhr an der KSN schauen.

Northeim. Der Skulpturenpfad in der Northeimer Innenstadt mit Bezug auf die Stadtgeschichte und gleichzeitig als Hinweis auf das bundesweit einzigartige Theater der Nacht soll bereits im nächsten Monat konkrete Formen annehmen.

Kürzlich einigte sich der Kulturausschuss der Stadt auf die Standorte für die ersten sechs Figuren.

Finanziert werden die Holz-Skulpturen durch eine 30 000-Euro-Spende der Kreis-Sparkasse Northeim an die Stadt. Die Sparkasse feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Das Theater der Nacht, das das Kunstprojekt ins Rollen gebracht hat, wird in diesem Jahr 15 Jahre alt.

Entdeckungsreise

Die Skulpturen sollen Einheimische und Gäste zu einer kleinen Entdeckungsreise durch die Innenstadt einladen. Stadtgeschichte sowie Sagen- und Märchengestalten, die auch in den Stücken des Theaters der Nacht vorkommen, sollen so miteinander verwoben werden. An allen Figuren sollen zudem Erklärungstafeln angebracht werden.

Vorbild ist der Feuerwehrmann auf dem Northeimer Marktplatz, der vor zwei Jahren aufgestellt wurde. Die Figur verweist auf den Rathausbrand von 1832, dem das Northeimer Rathaus auf dem Marktplatz zum Opfer fiel. Der Feuerteufel, der hinter dem Rücken des Feuerwehrmannes hervorschaut und in dessen Augen sich das brennende Rathaus spiegelt, ist gleichzeitig eine Figur aus „die Regentrude“, das im Theater gespielt wird.

Bildhauerei vor Ort

Erschaffen werden die neuen sechs Skulpturen von 15 Studenten der Schnitz-Fachschule Berchtesgaden, die Anfang Mai für 14 Tage nach Northeim anreisen werden. Die Figuren werden vor Ort vor Publikum erstellt. Sie bestehen allerdings nicht aus Holz, sondern werden aus einem Spezialbeton modelliert, analog zur Feuerwehrmann-Figur.

Für die Figuren möchte die Stadt möglichst Paten finden, die sich um die Unversehrtheit der Skulpturen kümmern.

Teufel ohne Mehrheit

Keine Mehrheit im Kulturausschuss fand ein Vorschlag der Berchtesgadener Schnitz-Studenten. Sie wollten an der Northeimer St.-Sixti-Kirche gerne eine Teufels-Skulptur aufstellen passend zum Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“, das im Theater der Nacht gespielt wird. Das im Ausschuss vorgestellte Modell zeigt einen 2,20 Meter hohen Teufel, der schelmisch den gedrehten Sixti-Turm in der Hand hält.

Folgende Standorte wurden jetzt festgelegt:

• Liegende Schönheit: Die Regentrude ist 3,60 lang und soll den Brunnenrand am Northeimer Bleichewall zieren.

• Schatzgräber: Die Skulptur soll am Eingang zum Museum platziert werden und verweist auf den Höckelheimer Münzschatz.

• Zwerg Nase als Koch: Die 1,50 m hohe Figur aus dem gleichnamigen Theaterstück soll am Hotel Schere, Breite Straße, vor der Goldschmiede Pfaff entstehen.

• Zwerg an Stadtmauer: 80 Zentimeter hoch soll der Gnom an der Parkplatzeinfahrt am Ratshof sein (der Sage nach sollen Zwerge die Mauer erbaut haben).

• Kräuterweib: Die 1,40 Meter hohe „Geisskäth“ aus dem Stück „Der Hexenjäger“ im Theater der Nacht soll den Adolf-Hueg-Wall (im jetzigen Hochbeet) schmücken.

• Momo: Die Figur aus dem Michael Endes gleichnamigen Roman (1,20 m hoch) soll an der Ruhebank der KSN-Hauptstelle entstehen, mit Blick auf die dortige Uhr.

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