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6,5 Millionen Euro für neuen Firmensitz – Spatenstich soll bald erfolgen

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Auf dem Grundstück an der Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße in der Nachbarschaft zur Firma Sabeu (rechts) und dem Auto-Badeland (Mitte) soll die neue Firmenzentrale der Firma Opitz Packaging Systems entstehen.
Auf dem Grundstück an der Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße in der Nachbarschaft zur Firma Sabeu (rechts) und dem Auto-Badeland (Mitte) soll die neue Firmenzentrale der Firma Opitz Packaging Systems entstehen. © Roland Schrader

Die Kalefelder Firma Opitz Packaging Systems GmbH will sich für die Zukunft aufstellen und vergrößern. Dazu nimmt sie rund 6,5 Millionen Euro in die Hand und baut eine neue Firmenzentrale im Northeimer Industriegebiet an der Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße.

Kalefeld/Northeim – Die Schlüsselübergabe soll, so die Zeitvorgabe, Ende dieses Jahres erfolgen, berichten Geschäftsführer Günther Opitz und sein Sohn, Tim Opitz. Aktuell warte man aber noch dringend auf die Teilbaugenehmigung, damit möglichst in den kommenden Tagen der erste Bauabschnitt beginnen kann, so Günter Opitz.

Entstehen soll auf dem rund 25 000 Quadratmeter großen Erbbau-Grundstück eine 3200 Quadratmeter große Halle. Sie umfasst Produktionsflächen und Büroräume. Am alten Standort in Düderode sollen aber weiterhin der Zerspanungsbereich und das 3D-Druck-Verfahren erhalten bleiben, so Tim Opitz.

Der Montagebereich und die Verwaltung werden hingegen am neuen Standort ihren Platz finden. Das neue Grundstück bietet auch Platz für weitere mögliche Expansionen, so der Junior-Geschäftsführer.

Zukunftsgerichtet ist auch die Personalplanung. Vorgesehen ist, die Mitarbeiterzahl von aktuell 45 in den kommenden fünf Jahren auf rund 80 aufzustocken. Bei der Mitarbeitergewinnung erhofft sich der aufstrebende Hightech-Betrieb, Vorteile vom Standort in Northeim, begründen Vater und Sohn auch den Wechsel in die Kreisstadt. Außerdem seien die Lage an der Bundesstraße 3, die Nähe zur Autobahn 7 und zu Göttingen positive Standortfaktoren.

Die Firma Opitz wurde 1990 von Günter Opitz gegründet und hat sich nach eigenen Angaben zu einem Sondermaschinenbauer für Verpackungsmaschinen entwickelt, der in einigen Bereichen weltweit führend sei. „Es geht uns auch um Nachhaltigkeit“, so Tim Opitz. Man böte den Kunden technische Automatisierungslösungen, die ressourcensparend arbeiten.

Für ihre innovativen Ideen in diesem Bereich wurde die Firma Opitz im vergangenen Jahr mit dem Göttinger Innovationspreis ausgezeichnet. Entwickelt hat das Unternehmen einen sogenannten Vario-Volumen-Reduzierer und einen automatischen Polstereinleger. Bei diesen Automaten werden die Höhe des zu verpackenden Produktes automatisch erkannt, dann der Karton und das Füllmaterial passgenau gefaltet und befüllt. Damit können Versender Kosten und Material sparen.

Günther und Tim Opitz (rechts) vor den Plänen des Neubaus.
Günther und Tim Opitz (rechts) vor den Plänen des Neubaus. © Rosemarie Gerhardy

Das Unternehmen baue ganze Verpackungslinien im Hochpreissegment, bei denen der Kunde alles aus einer Hand erhalte – von der Maschine bis zum Material, so Tim Opitz. Dabei sei die seit Oktober bestehende Partnerschaft und Zusammenarbeit mit der Firma Storopack aus Metzingen von großer Bedeutung. Das Familienunternehmen Storopack ist nach eigenen Angaben ein international agierendes Familienunternehmen und weltweit führender Systemlieferant, Dienstleister für flexible und maßgeschneiderte Schutzverpackungen sowie Experte für technische Formteile.

Zusammen wolle man nun weltweit die Märkte bedienen, berichtet Tim Opitz von den Expansionsplänen. (Rosemarie Gerhardy)

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