Firmen im Landkreis schätzen Konjunkturlage positiv ein

Die Prognosen stehen gut: Das auf Ventilatorentechnik spezialisierte Unternehmen Piller in Moringen erwartet ein Wirtschaftsjahr, das deutlich über dem Niveau der Vorjahre liegt. Foto:  Archiv/nh

Northeim. Während die neueste IHK-Konjunkturumfrage einen Dämpfer beim Wirtschaftswachstum in Niedersachsen sieht, blicken die Firmen im Landkreis Northeim optimistisch in die Zukunft. Das eine stichprobenartige Umfrage der HNA ergeben.

Die niedersächsische Wirtschaft hat im dritten Quartal 2014 - Juli bis September - einen kräftigen Dämpfer erhalten. So lautet das Ergebnis der neusten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover, die dazu 1700 Firmen befragt hat. Demnach beurteilen die Unternehmen ihre Geschäftslage zwar insgesamt noch positiv, allerdings haben sich die Erwartungen deutlich eingetrübt.

Auf den Landkreis Northeim ist das nicht eins zu eins übertragbar. So schätzen beispielsweise der Moringer Maschinenbauer Piller, der auf Ventilatorentechnik spezialisiert ist, und die Fredelsloher Firma ETT Verpackungstechnik ihre konjunkturelle Lage als sehr gut ein. Bei ETT habe der Auftragseingang für dieses Jahr die Erwartungen sogar noch übertroffen, sagt Geschäftsführer Thomas Wedemeyer. Man gehe deshalb optimistisch in das kommende Geschäftsjahr. Auch Piller spürt nach Auskunft von Vertriebsleiter Steffen Kuberczyk keine nennenswerten Einbrüche: „Wir halten an unseren Prognosen fest, die deutlich über dem Niveau der Vorjahre liegen.“

Die Studie der IHK kommt hingegen zu dem Ergebnis, dass die Aufträge in der niedersächsischen Industrie deutlich zurückgegangen sind. Lediglich jeder fünfte Betrieb erwartet Zuwächse, im vorigen Quartal war noch jeder vierte befragte Betrieb optimistisch. Die größten Risiken sehen die Unternehmen in schwacher Inlandsnachfrage und den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Mittelfristig rechnen die meisten Firmen jedoch mit Wachstum und halten an ihren geplanten Investitionen fest.

Das gilt auch für das Northeimer Unternehmen Thimm, das nach positiven Impulsen im ersten Halbjahr eine deutliche Abschwächung verzeichnet. „Wir erwarten einen Umsatz auf Vorjahresniveau“, teilt das Unternehmen mit. Aufgrund neuer Standorte wachse die Thimm-Gruppe aber weiterhin im knapp zweistelligen Bereich. (jus/kri)

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