Stadtrat stimmt mit Stimmen von SPD und CDU für die Teilöffnung 

Teilöffnung der Fußgängerzone: Flanieren bald neben Autos

Autos wieder rein in die Fußgängerzone: Der Rat gab grünes Licht für eine einjährige Testphase. Geöffnet werden soll die Flaniermeile in Teilbereichen, darunter auch der West-Abschnitt (Bild). Geplant ist ein Einbahnstraßenverkehr in Ostrichtung. Archivfoto:  Jelinek

Northeim. Jetzt ist es amtlich: Die Northeimer Fußgängerzone wird ab Spätherbst teilweise für den Autoverkehr in einer einjährigen Testphase geöffnet. Das beschloss der Stadtrat am Donnerstagabend mit der Mehrheit der beiden großen Parteien SPD und CDU.

Nach teils heftiger Diskussion votierten 20 Ratsmitglieder für die Öffnung, neun stimmten dagegen. Zu den Gegnern gehörten die Grünen, die FDP, die Freie Unabhängige Liste (FUL), der Vertreter der Bürger für Northeim (BfN) sowie CDU-Ratsmitglied Heiner Hegeler.

Der Ratsbeschluss sieht eine Teilöffnung der Fußgängerzonen-Abschnitte West und Ost vor, der Mittelteil von der Kurzen Straße bis zur Wieterstraße soll als reine Fußgängerzone erhalten bleiben. Der Ost- und Westteil (einschließlich Seitenbereich Markt) hingegen soll als Einbahnstraße ausgewiesen werden.

Einbahnregelung

Autos sollen in Schritt-Geschwindigkeit von der Bahnhofstraße und der Mühlensstraße her kommend einfahren dürfen. Der von Westen kommende Verkehr soll am Münster vorbeifahren dürfen, muss dann aber in die Kurze Straße abbiegen. Aus Richtung Mühlenstraße kommende Autos dürfen am Marktplatz vorbeifahren und müssen dann den Weg in die Breite Straße-Ost wählen. Die genannten Randbereiche der jetzigen Fußgängerzone werden Verkehrsberuhigte Bereiche.

30 Minuten kostenfrei parken

Entlang des Münsterplatz (an der Mauer) und des Marktplatzes sollen ebenso Kurzzeit-Parkplätze (30 Minuten kostenfrei) ausgewiesen werden wie vor dem KSN-Immobilienhaus, der Spardabank, dem Pelzhaus Dittert und dem Goldschmiedegeschäft Pfaff. Entstehen sollen laut Auskunft der Stadtverwaltung in der Ratssitzung insgesamt bis zu 40 Parkplätze.

7,5 Tonnen

Zugleich beschloss der Rat eine Tonnagebeschränkung für den Schwerlastverkehr. So dürfen künftig zu Anlieferzeiten nur noch Transporter in die Zone und ihre künftig als verkehrsberuhigte Bereiche ausgewiesenen Abschnitte einfahren, die weniger als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht haben.

Einen Antrag von Dr. Tilo Rumann (BfN), sofort eine Bürgerbefragung zur Öffnung der Fußgängerzone zu veranstalten, lehnte die Ratsmehrheit in der Diskussion ab. Daraufhin zog Rumann den Wunsch zurück. Einig waren sich die Fraktionen aber, dass spätestens nach der Testphase auch die Bürger befragt werden sollen.

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