Verwirrung bei den Anwohnern

Fliederstraße in Northeim: Felsen sperren Parkstreifen

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Blockade: Auf dem Streifen zwischen Bürgersteig und Grundstücken ist in der Fliederstraße kein Parken mehr möglich.

Northeim. Basaltfelsbrocken spalten die Anwohner an der Fliederstraße in Northeim. Die Stadtverwaltung hat sie in der vergangenen Woche im Bereich zwischen Dahlienstraße und Nelkenstraße platziert.

Sie sollen das bis dahin jahrelang geduldete Parken auf dem unbefestigten Streifen zwischen dem Bürgersteig an der Nordseite der Straße und den Grundstücken der Mehrfamilienhäuser verhindern.

Rollstuhlfahrer, Menschen, die auf Rollatoren angewiesen sind, und Eltern mit Kinderwagen mussten häufig auf die Fahrbahn ausweichen, weil die parkenden Autos dort so abgestellt waren, dass sie Teile des Bürgersteigs blockierten. Sie hatten sich schon vor einem Jahr an die Stadt gewandt, um eine Verbesserung zu erreichen. Sie freuen sich nun. Dafür ärgern sich diejenigen, die ihre Parkplätze verloren haben.

Man habe viel versucht, um das Parken dort einzudämmen“, betont Andreas Vieweg vom Fachbereich Bürgerdienste der Stadtverwaltung. Die nun gefundene Lösung sei mit 1000 Euro günstig, aber auch effektiv. Die Felsen sind nach seinen Worten zwar schnell wieder zu entfernen. Ein Provisorium sollen sie aber nicht sein.

Um Ersatzparkraum zu schaffen, hat die Stadt das bisher geltende Parkverbot auf der anderen Straßenseite im Bereich zwischen Breslauer Straße und Göttinger Straße aufgehoben. „Das probieren wir jetzt aus“, erklärte Vieweg. Vor allem ob es Probleme mit den dort fahrenden Stadtbussen gibt, soll geprüft werden. Außerdem, so Vieweg, sei das absolute Halteverbot in dem Bereich, wo nun die Felsen liegen, in ein Halteverbot umgewandelt worden, um das Be- und Entladen von Fahrzeugen zu ermöglichen.

Vom Tisch ist jedenfalls der vor einem Jahr vom ehemaligen Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser ins Spiel gebrachte Plan, in der Fliederstraße zwischen Nelkenstraße und Dahlienweg den Bürgersteig an die Grundstücke zu verlegen und an der Fahrbahn einen Parkstreifen anzulegen.

60.000 Euro sind nach den Worten des ständigen Vertreters der Bürgermeisters, Jörg Dodenhöft, dafür im Haushaltsentwurf 2017 vorgesehen gewesen, von der Politik aber wieder herausgestrichen worden. Weil diese Baumaßnahme eine Verbesserung darstellen würde, wären dafür auch Erschließungsbeiträge von den Grundstückseigentümern fällig geworden.

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