Stadt Northeim plant Evakuierung für 14. Juni, falls Verdacht sich bestätigt

Fliegerbombe: 7000 Menschen müssen vielleicht Häuser räumen

Hier könnte eine Fliegerbombe liegen: Eine Spezialfirma hat auf der westlichen Bahnbrücke der Unterführung am Northeimer Bahnhof (im Bild unten) ein verdächtiges Metallobjekt geortet. Ob es wirklich eine Bombe ist, wird in der Nacht zum 14. Juni abgeklärt. Foto: Rampfel

Northeim. Die Stadt Northeim hat die Regie für die Evakuierung der Ein-Kilometer-Sperrzone übernommen, falls es am Sonntag, 14. Juni, zur Entschärfung einer möglichen Weltkriegsbombe im Bereich der Bahnhofsunterführung kommen sollte.

Rund 7000 Menschen müssten ihre Wohnungen verlassen. Die Entscheidung, ob evakuiert werden muss oder nicht, wird in der Nacht zum Sonntag, 14. Juni, gegen 2 Uhr vom Kampfmittelräumdienst getroffen, sagt Klaus Rüger vom Northeimer Amt für Bürgerdienste, der für die Vorbereitung der möglichen Räumung zuständig ist.

Etwa zwei Stunden zuvor, also gegen Mitternacht, werde eine hannoversche Spezialfirma, die vor drei Wochen das verdächtige Metallobjekt in 3,50 Metern Tiefe im Gleiskörper auf der westlichen der beiden Bahnbrücken per Sondenortung entdeckt hatte, aufbaggern. Der Bahnbetrieb auf der Nord-Südstrecke werde dann vollständig eingestellt.

Rüger: „Sollte es sich um eine Fliegerbombe handeln, dann wird diese im Laufe des Sonntagvormittags entschärft. Das heißt, wir müssen die Sperrzone evakuieren. Das wird dann ab 8 Uhr passieren.“ Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass der Räumdienst eine Zone mit einem Radius von einem Kilometer um den Verdachtspunkt ausweist. Rüger: „Bei unserer letzten Bombenentschärfung im Jahre 1994 gab es noch einen Radius von nur 500 Metern, doch heute sind die Experten vorsichtiger.“

Zuständig für die Evakuierung werden Beamte der Polizei und Northeimer Feuerwehrkräfte sein. Gehbehinderte oder bettlägrige Menschen, darunter 36 Bewohner eines Seniorenheims an der Borsigstraße, werden von Helfern des DRK und der Johanniter gefahren.

Als Sammelquartiere stehen die Thomas-Mann-Schule und die BBS-Sporthalle in der Südstadt zur Verfügung. Bis 14 Uhr soll alles beendet sein.

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