Jobcenter bereitet sich auf Vermittlung der Migranten

Flüchtlinge belasten Northeimer Arbeitsmarkt noch nicht

Foto: dpa

Northeim. Die Flüchtlinge drängen im Landkreis Northeim nur langsam auf den Arbeitsmarkt. Das Northeimer Jobcenter rechnet mit bis zu 400 Flüchtlingen zusätzlich, die es im kommenden Jahr zu betreuen hat.

„Wir kriegen die erst, wenn sie ihre Anerkennung haben“, erläuterte Burkhard Schüßler, Controller im Jobcenter. Es würden bereits einige Flüchtlinge, unter anderem aus Syrien und Eritrea, betreut.

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„Wir können noch nicht seriös abschätzen, wie viele Flüchtlinge tatsächlich zu betreuen sein werden“, betont Schüßler. Die Schätzung von bis 400 basiere auf Erfahrungswerten. So sei von den bisher im Landkreis angekommenen Flüchtlingen nur etwa die Hälfte erwerbsfähig. Außerdem genießen die Flüchtlinge nach ihrer Anerkennung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Freizügigkeit. Das heißt, sie müssen nicht im Landkreis bleiben, sondern dürfen sich innerhalb Deutschlands einen anderen Wohnort suchen.

Das Jobcenter erhält vom Bund 170.000 Euro für weiteres Personal und für Eingliederungshilfen weitere 130.000 Euro. Spezielle Mitarbeiter für Flüchtlinge soll es aber nach Schüßlers Worten nicht geben. Jeder Berater soll sich auch mit dieser Klientel beschäftigen.

Neben Sprachkursen will das Jobcenter auch in die praktische Eingliederung von Flüchtlingen investieren. Neben Praktika könnten, so Schüßler, auch Ein-Euro-Jobs eine Möglichkeit sein, „niedrigschwellig die Sprache zu lernen“.

Auch die Göttinger Agentur für Arbeit bereitet sich auf die verstärkte Vermittlung von Flüchtlingen vor. Sie baut dafür ein zunächst sechsköpfiges Team auf, das spätestens am 1. Februar 2016 seine Arbeit beginnen soll. Außerdem, so teilte ein Sprecher mit, gebe es in allen Agentur-Geschäftsstellen, so auch in Northeim, Einbeck und Uslar bereits einen Ansprechpartner, der sich um die Belange von Flüchtlingen kümmere.

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