Friedliches Miteinander mit Flüchtlingen: In Dassel läuft’s prima

Im CVJM-Heim Dassel: Der Bundestagsabgeordnete Dr. Wilhelm Priesmeier (links hat sich zusammen mit Parteigenossen mit jugendlichen Flüchtlingen unterhalten. Foto:  nh

Dassel. Die beiden Flüchtlingsunterkünfte der Stadt im Solling berichten von einem friedvollen Miteinander der Bewohner.

In den beiden Flüchtlingsunterkünften in Dassel herrscht derzeit ein friedvolles Miteinander. Das gilt sowohl für das CVJM-Haus Solling als auch für die Notunterkunft in der ehemaligen Rainald-von-Dassel-Schule.

„Es gibt keine Sensationen zu berichten. Alles läuft gut und alle sind froh und dankbar, hier angekommen zu sein.“ Diese Botschaft erhielt der SPD-Bundestagsabgeordnete Wilhelm Priesmeier bei seinen Besuchen in der der Erstaufnahmeeinrichtung der Außenstelle Friedland im CVJM-Haus Solling und in der Notunterkunft.

Seit 25. November im Betrieb: Das ist das CVJM-Haus im Hochsolling, das als Erstaufnahmelager dient. Foto:  CVJM

Meistens nur eine Stunde Vorlauf hat das am 25. November für diese Zwecke eröffnete CVJM-Haus Solling, bevor die Flüchtlinge aus Friedland, wo sie mindestens eine Nacht verbracht haben, in Dassel eintreffen. Ursprünglich sollte das Haus nur Frauen vorbehalten werden, hatte das Innenministerium der Presse mitgeteilt. Das sei jedoch eine Fehlinformation gewesen, verlautete dazu aus Dassel.

Aktuell leben 218 Menschen aus Syrien, Afghanistan, Irak und Nepal in der einstigen Familienferientagesstätte des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM). Sie sind zumeist zumeist in 4- bis 6-Bett-Zimmern mit eigener Dusche und WC untergebracht. „Es ist insgesamt sehr ruhig“, berichtet Ramon Haag, der die Häuser des CVJM leitet. Natürlich komme es manchmal zu kleinen Reibereien, doch neben der Ein-Personen-Security sorgen die Bewohner selbst dafür, dass es schnell wieder friedlich wird.

Gerald Stehrenberg ist der Ansprechpartner im Haus Solling vor Ort. Eine große Herausforderung sei es herauszufinden, ob die Menschen wirklich akut erkrankt seien und einen Arzt benötigen. Zwar habe man einen Dolmetscher, doch der arbeite schließlich nicht 24 Stunden am Tag. Zudem sind sechs pädagogische Betreuer angestellt. Deutschkurse werden angeboten, die gut besucht werden.

320 Essen werden täglich zubereitet. Es gebe einfach kein Schweinfleisch, erfuhr Wilhelm Priesmeier auf Nachfrage. Der Buslinienverkehr funktioniere gut. Insgesamt sei man seitens des CVJM mit der gesamten Entwicklung zufrieden. „Zuerst mussten die Basics, wie Essen und Unterkunft, erfüllt sein. Die ersten drei Wochen haben uns an die Grenzen gebracht, denn wir haben alle noch kein Flüchtlingsheim geleitet. Jetzt können wir das Freizeitangebot erweitern und uns öffnen“, resümiert Ramon Haag.

Dazu gehört auch, dass im CVJM-Haus Weihnachten gefeiert wurde - auch wenn 95 Prozent Muslime sind. 120 Päckchen der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ konnte Haag für seine Bewohner organisieren, die Gerald Stehrenberg Heiligabend überreichte. „Sie müssen uns und unsere Kultur auch akzeptieren“, erklären Haag und Stehrenberg abschließend.

Priesmeier brachte zudem noch 50 Exemplare des Deutschen Grundgesetzes in arabischer Sprache mit, die ebenfalls verteilt wurden. 

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