Landkreis verhandelt über Kauf von Immobilien

Flüchtlinge kommen nun doch nicht sofort in Turnhallen

Northeim. In Sachen Unterbringung von Flüchtlingen überschlagen sich die Ereignisse: Der Landkreis Northeim wird nun vorerst doch nicht, wie am Donnerstag durch den Ersten Kreisrat Dr. Hartmut Heuer angekündigt, Turnhallen für die Unterbringung von Flüchtlingen nutzen.

Dem eigens für die Flüchtlingsthematik beim Landkreis eingesetzten Krisenstab sei es gelungen, innerhalb der vergangenen 24 Stunden eine andere Lösung zu entwickeln, sagte Heuer am Freitagnachmittag. „Wir beabsichtigen jetzt, größere Immobilien zu erwerben, um Flüchtlinge unterzubringen.“

Nähere Angaben dazu, um welche Immobilien es sich dabei handelt machte Heuer allerdings nicht. „Das würde unter Umständen die jetzt laufenden Verhandlungen gefährden.“

Die Tatsache, dass die Belegung der Turnhallen angesichts der zu erwartenden Flüchtlingszahlen am Donnerstag noch ernsthaft in Erwägung gezogen werden musste, habe bei Eigentümern von geeigneten Gebäuden offensichtlich die Bereitschaft erhöht, mit dem Landkreis über den Verkauf ihrer Immobilien zu verhandeln, so Heuer. Über die weitere Vorgehensweise werde der Kreisausschuss in seiner Sitzung am 20. Oktober entscheiden.

Hintergrund dafür, dass der Landkreis Northeim am Donnerstag noch mit der Belegung von Turnhallen geplant hat, war die Bitte des Landes auf Amtshilfe.

„Wir haben die Grenzen der Aufnahmefähigkeit bestehender Notunterkünfte und Erstaufnahmeeinrichtungen erreicht“, so Uwe Schwarz, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag. Deshalb würden jetzt die Landkreise und Städte um Amtshilfe gebeten, in denen es bislang solche Einrichtungen nicht gebe.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.