Flüchtlinge sollen anderen Flüchtlingen helfen

Flüchtlinge: Bekommen möglicherweise demnächst Unterstützung von ihren eigenen Landsleuten, denn künftig können auch Flüchtlinge im Bundesfreiwilligendienst eingesetzt werden. Archiv-Foto: Mönkemeyer

Northeim. Der ASB-Kreisverband Northeim möchte Flüchltinge im Bundesfreiwilligendienst für die Betreuung von Landsleuten einsetzen.

Der Bund wird ab sofort bis zu 10 000 neue Stellen im Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) einrichten. Dazu werden bis 2018 jährlich bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Neuerung: Auch Flüchtlinge sollen zu Bufdis werden. Auch Kommunen, Sportvereine und Wohlfahrtsverbände im Landkreis Northeim können davon profitieren. Das hat jetzt der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Wilhelm Priesmeier (Dassel) mitgeteilt.

Maren Schimkowiak, beim Kreisverband Northeim/Osterode des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, sieht das „Bufdi-Paket“ positiv: „Wir haben zwar noch keine Bufdis beschäftigt, könnte uns aber bei den vielfältigen Aufgaben der Flüchtlingshilfe Unterstützung in diesem Bereich gerade auch von Flüchtlingen vorstellen.“

Wer Interesse hat, kann sich beim ASB-Kreisverband in Nörten-Hardenberg unter Tel. 05503 / 80 000 melden.

„Das Sonderprogramm ist ein richtiges Signal an die vielen freiwilligen Helfer, Vereine und Verbände, die sich seit Monaten für die Flüchtlinge engagieren“, betont Priesmeier. Er hoffe zudem, dass sich auch viele Flüchtlinge für diese Stellen bewerben werden. Mit dem Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug werde das Engagement für Flüchtlinge genauso wie das Engagement von Flüchtlingen unterstützt. Von der speziellen pädagogischen Begleitung zum Beispiel bei Sprachkursen könne diese Gruppe der Freiwilligen besonders profitieren. Mitmachen können Asylberechtigte und -bewerber, bei denen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist. Sie sollen als Mittler zwischen den Kulturen eingesetzt werden, so Priesmeier.

Wenn sie noch nicht gut Deutsch sprechen, können sie einen vierwöchigen Sprachkurs absolvieren. Entsprechende Anträge sollten zügig an das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben gestellt werden.

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