Flüchtlinge: Spendenflut überfordert Helfer im Kreis Northeim

Ankunft in Northeim: Mitte August kamen knapp 60 Flüchtlinge im Landkreis Northeim an. Foto: Mönkemeyer

Northeim. Durch den Landkreis Northeim schwappt eine Welle der Hilfsbereitschaft. Diesen Eindruck hat zumindest Yvonne Mascioni vom Café Dialog in Northeim.

„Bei uns stehen derzeit die Telefone gar nicht mehr still, weil Menschen etwas für Flüchtlinge spenden möchten“, sagt die Projektleiterin der Einrichtung in der Südstadt, die von der „Werk-statt-Schule“ Northeim betrieben wird und sich mit hauptamtlichen Kräften in der Flüchtlingssozialarbeit und Integrationsberatung engagiert.

„Das Problem ist aber, dass wir weder Lagermöglichkeiten haben, noch die Koordination der Verteilung an die Bedürftigen von hier aus bewerkstelligen können“, so Mascioni. Die vielen Gruppen, die sich mittlerweile im gesamten Landkreis gebildet haben, um Flüchtlingen zu helfen, seien gerade erst dabei, entsprechende Lösungen dafür zu erarbeiten.

„Eine Idee hierzu könnte die Einrichtung eines digitalen Schwarzen Bretts im Internet sein, wo Informationen über Hilfsangebote oder Spenden hinterlassen werden könnten“, so Mascioni. Bis es eine solche Möglichkeit gebe, sei hilfsbereiten Menschen jedoch zu empfehlen, sich an die jeweilige Gruppe vor Ort zu wenden. „Auf der Internetseite des Landkreises gibt es hierzu die entsprechenden Informationen.“

Die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge, wie sie der Landkreis Northeim praktiziert, hat sich nach Einschätzung Mascionis bewährt und sollte nach Möglichkeit beibehalten bleiben. „Nur so kann Integration funktionieren.“

Anlässlich der Aufnahme von knapp 60 Flüchtlingen Mitte August hatte der derzeitige Chef der Northeimer Kreisverwaltung, Erster Kreisrat Dr. Hartmut Heuer, Spekulationen eine Absage erteilt, wonach auch eine Unterbringung von Flüchtlingen in den leerstehenden Hochhäusern in der Northeimer Südstadt möglich wäre.

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