Ausbau der Autobahn 7 

Flutbrücken-Neubau bei Northeim dauert fast drei Jahre

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Soll ersetzt werden: Die markante Bogenbrücke, die am Sultmer die A7 überspannt.

Northeim. Die Tage der aus zwei Teilbrücken bestehenden Spannbetonkonstruktion sind gezählt: Ihr 40-jähriges Bestehen wird die 1979 fertiggestellte Flutbrücke der Autobahn 7 nur zum Teil erleben.

Wie das Konsortium Via Niedersachsen, das den sechsspurigen Ausbau der Autobahn 7 übernommen hat, auf Anfrage mitteilte, wird der Abriss der Teilbrücke, die die Fahrbahn Richtung Hannover trägt, voraussichtlich im Januar nächsten Jahres beginnen.

Bis April 2019 soll dort eine neue Brücke errichtet werden. Im August des selben Jahres sollen dann die Arbeiten an der Brücke für die Fahrbahn Richtung Kassel beginnen. Der Neubau dieser zweiten Brücke soll im September 2020 abgeschlossen sein, teilte der Sprecher von Via Niedersachsen, Steffen Schütz, mit.

Gründungen zu schmal

Der Neubau ist aufwendig. So müssen die Pfahlgründungen, die den Brückenpfeilern in dem aus Kies bestehenden Untergrund Halt geben, verbreitert werden, um die künftig breiteren Brücken tragen zu können.

Das gilt nach den Worten von Schütz auch für die aus den 1930er-Jahren stammenden Gründungen, die beim Bau der jetzigen Flutbrücke nicht genutzt wurden.

Während des Abrisses und des Neubaus der Brücke Richtung Norden wird der Verkehr mit zwei Spuren pro Richtung komplett auf die westliche Brücke gelegt. Ist sie fertiggestellt, muss sie den Verkehr für beide Fahrtrichtungen tragen, bis der Bau der Brücke für die Fahrbahn Richtung Kassel beendet ist.

Durch die Verbreiterung der Autobahn soll übrigens die Autobahnböschung am Freizeitsee nicht näher an den See heranrücken. Die Böschungen sollen stattdessen deutlich steiler werden. Statt bisher zwei Meter Böschungsbreite für einen Höhenmeter sollen es künftig nur noch 1,5 Meter für einen Höhenmeter sein. 

Die Böschung der Autobahn 7 bei der Verbreiterung auf sechs Fahrspuren steiler anzulegen, um im Bereich des Freizeitsees kaum zusätzliche Flächen zu verbrauchen, war schon bei der Planung vorgesehen, die einst schon die Landessstraßenbaubehörde in Bad Gandersheim angestellt hatte, bevor die Entscheidung fiel, den Autobahnausbau in einer sogenannten öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) an ein privates Unternehmen zu vergeben. 

Soll ersetzt werden: Die markante Bogenbrücke, die am Sultmer die A7 überspannt.

Das Konsortium Via Niedersachsen plant nun neu – und einiges anders. So sahen die Pläne der Landesstraßenbaubehörde vor, die Bogenbrücke, über die ein Feldweg von Edesheim über die Autobahn auf den Sultmer führt, zu erhalten. Via Niedersachsen will sie nun abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Fahrbahn wird tiefer gelegt Unverändert soll dort die Fahrbahn im Vergleich zu heute nach dem sechsspurigen Ausbau 1,80 Meter tiefer verlaufen. Dadurch soll die Sichtweite für die Autofahrer in diesem Bereich vergrößert werden. Vorarbeiten 

Noch laufen die Vorarbeiten für den Autobahnausbau. Deshalb stehen zwischen Echte und Northeim-Nord und bei Seesen in Richtung Süden nur zwei verengte Fahrspuren zur Verfügung. In diesen Bereichen muss Via Niedersachsen die alte Fahrbahn provisorisch verbreitern. Das ist notwendig, damit für den Ausbau der Fahrbahn in Richtung Hannover auch die beiden Fahrspuren in Richtung Norden auf die westliche Fahrbahn passen. Die Verbreiterungsarbeiten am Standstreifen Richtung Süden sollen nach Ankündigung von Via Niedersachsen am Donnerstag, 10. August, abgeschlossen sein. 

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