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Förderverein Stadthalle Northeim plant Kulturpartnerschaft mit Hoyerswerda

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Von: Niko Mönkemeyer

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Auf Spurensuche in der Lausitz: Die Northeimer Delegation, bestehend aus Mitgliedern des Fördervereins Stadthalle Northeim, besuchte im Rahmen der Northeimer Gundermann-Kulturtage die Stadt Hoyerswerda.
Auf Spurensuche in der Lausitz: Die Northeimer Delegation, bestehend aus Mitgliedern des Fördervereins Stadthalle Northeim, besuchte im Rahmen der Northeimer Gundermann-Kulturtage die Stadt Hoyerswerda. © Förderverein Stadthalle

Northeimer Gundermann-Kulturtage: Delegation besucht Hoyerswerda

Northeim/Hoyerswerda – Der im Alter von 43 Jahren 1998 gestorbene Liedermacher und Rockmusiker Gerhard Gundermann soll ein Vehikel sein, um einen innerdeutschen Dialog auch 32 Jahre nach dem Mauerfall erneut in Gang zu bringen.

So hat der ehemalige Leiter des Northeimer Kulturamtes, Harald März, das Ziel der von ihm initiierten Northeimer Gundermann-Kulturtage (wir berichteten) formuliert. Nun soll möglicherweise daraus eine Kulturpartnerschaft zwischen Northeim und Hoyerswerda, wo der in Weimar geborene Künstler beerdigt wurde, aufgebaut werden.

Mit diesem Wunsch ist zumindest eine Delegation rund um den Förderverein Stadthalle mit Volker Behling als Vorsitzendem und Bürgermeister Simon Hartmann von einer Fahrt in die Lausitz zurückgekehrt, bei der die Suche nach den Spuren des Künstlers im Mittelpunkt stand.

Nach dem Empfang im Rathaus durch Oberbürgermeister Torsten Ruben-Zeh standen laut Christian Steigertahl vom Förderverein bei einer Rundfahrt in einem alten Ikarus-DDR-Bus markante Punkte in Hoyerswerda auf dem Programm. So erfuhren die Teilnehmer, dass Hoyerswerda in dem vom Freistaat Sachsen gesetzlich definierten zweisprachigen Siedlungsgebiet – der gemeinsamen Heimat von Deutschen und Sorben – liegt und die Zweisprachigkeit wie auch die Pflege der sorbischen Kultur eine Besonderheit der Region sind. Ein Besuch in der 1993 stillgelegten Brikettfabrik des Braunkohlebergwerkes „Glück auf“ beschreibt Steigertahl als „ein beeindruckendes Lausitzer Industriemerkmal der ehemaligen Energiefabrik Knappenrode“.

Auch der innerdeutsche Dialog sei während des Aufenthalts nicht zu kurz gekommen, zum Beispiel bei Gesprächen mit Ratsmitgliedern der Stadt Hoyerswerda. Bei einem Konzert des „Bürgerchors“ in der Kunsthalle standen Gundermann-Lieder auf dem Programm.

Außerdem wurde am Grab von „Gundi“, wie Gundermann von seinen Fans genannt wurde, ein Gingko-Baum gepflanzt, gestiftet von Harald März, und eingeweiht gemeinsam von den Bürgermeistern aus Northeim und Hoyerswerda. Hintergrund ist, dass Gundermann in Weimar geboren wurde und Goethe als berühmter Sohn der Stadt das zweigeteilte Gingko-Blatt in einem Gesicht als Symbol der Freundschaft benutzt hat. Bereits im März wurde in Northeim zu den Gundermann-Kulturtagen ebenfalls ein von März gestifter Gingko-Baum gepflanzt. (Niko Mönkemeyer)

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