"Bisher vor dem Wunsch geflüchtet"

Sturmbäume: SPD fordert Anhörung zum Zentrenkonzept

Modell: Nur wenn dieser Bereich des ehemaligen Krankenhausareals zum Nahversorgungszentrum wird, kann dort ein Supermarkt in dieser Größe gebaut werden. Foto: Mönkemeyer

Northeim. Das Einzelhandelskonzept der Stadt Northeim soll erst wieder in den politischen Gremien behandelt werden, wenn dazu eine Anhörung stattgefunden hat.

Diese Forderung hat die SPD-Fraktion im Stadtrat jetzt erhoben. Die SPD-Fraktion habe bereits mehrfach eine Anhörung der Northeimer Kaufmannschaft in dieser Angelegenheit gefordert, betont Fraktions-Chef Berthold Ernst in einer Pressemitteilung und verweist auf Schreiben seiner Fraktion an die Stadt Northeim vom 3. Oktober und 1. November. „Diesem Wunsch wurde seit Oktober 2014 mit den verschiedensten Argumenten, wenn nicht sogar Ausflüchten, nicht entsprochen“, so Ernst.

Um auch im Interesse möglicher bauwilliger Einzelhändler weitere Verzögerungen zu vermeiden, habe die SPD nun beantragt, im Verwaltungsausschuss einen entsprechenden Beschluss zu fassen. Der sieht vor, dass alle üblicherweise bei der Erstellung von Einzelhandels- und Zentrenkonzepten eingebundenen Stellen beteiligt werden. Nach Ansicht von Ernst sollten demnach nicht nur der Northeimer Einzelhandel, sondern auch der Einzelhandelsverband, das Northeimer Stadtmarketing, die Industrie- und Handelskammer (IHK), der Landkreis und - falls aufgrund der raumordnerischen Verflechtungen nötig - auch Nachbarkommunen dazu eingeladen werden.

Die bislang stattgefundenen Gespräche mit dem Arbeitskreis Innenstadt des Stadtmarketingvereins seien aus Sicht der SPD nicht ausreichend gewesen, kritisiert Ernst. Zumal dabei der Zustand der Fußgängerzone im Mittelpunkt gestanden habe. Der Bebauungsplan Sturmbäume sei dabei zwar auch angesprochen worden, nicht jedoch die Fortschreibung des Zentrenkonzeptes.

Der gesamte Planungsprozess seitens der Verwaltung scheine doch sehr unüblich verlaufen zu sein, meint Ernst. Es müsse vermieden werden, dass durch eine überhastete, nicht ausgewogene Entscheidung, unerwünschte Wirkungen eintreten. (nik)

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