CDU fordert Einsicht in Disziplinarverfahren gegen Wickmann

Northeim. Die CDU-Kreistagsfraktion verlangt Einsicht ins Disziplinarverfahren gegen Landrat Michael Wickmann. Aus formalen Gründen wird das aber wohl sobald nicht möglich sein.

Nach Angaben des CDU-Fraktionsvorsitzenden Heiner Hegeler in der Kreistagssitzung am Freitag untersucht das Innenministerium Vorwürfe wegen sexueller Belästigung. Nähere Angaben zu den Vorwürfen machte er in der jüngsten Sitzung des Kreistages nicht. „Wir sind nur rudimentär informiert - weder über die Einzelheiten noch über die Inhalte. Das muss aufgeklärt werden.“

Hegeler möchte sowohl Einblick in die Akten der Kreisverwaltung als auch des niedersächsischen Innenministeriums erhalten. Er begründete dies damit, dass der Kreistag der Vorgesetzte des Landrats sei.

Michael Wickmann

Wickmann ist nach einem Schlaganfall Ende September vergangenen Jahres krank geschrieben. Bekannt war bislang nur, dass gegen den Landrat Vorwürfe erhoben worden waren, die im Ministerium geprüft wurden. Spekuliert wurde über Mobbing. Hegeler nannte nun erstmals in der Öffentlichkeit den Vorwurf der sexuellen Belästigung.

Die amtierende Kreisverwaltung, vertreten durch den Ersten Kreisrat Dr. Hartmut Heuer und Jörg Richert, sagten, sagten eine Akteneinsicht durch Dritte sei in einem Verfahren dieser Art rechtlich nicht vorgesehen. Es bestehe aber die Möglichkeit einer Akteneinsicht, wenn der Kreistag dies mit Mehrheit beschließe.

Eine Abstimmung darüber war aus formalen Gründen aber am Freitag nicht möglich. Das Thema stand nicht auf der Tagesordnung. Hegeler hatte die Forderung beim abschließenden Tagesordnungspunkt „Anfragen“ erhoben. (zhp)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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