Gesundheitsschutz im Vordergrund

Schlüssel für Akzeptanz: SPD fordert Erdkabel für Suedlink-Trasse

+
Wilhelm Priesmeier

Northeim/Berlin. Die Erdverkabelung soll beim Ausbau der Stromnetze der Regelfall sein.

Einstimmig fordet das die SPD-Landesgruppe Niedersachsen im Bundestag mit Blick auf die geplante Seudlink-Trasse.

„Der zentrale Schlüssel zur Akzeptanz für den Netzausbau vor Ort ist nach unserer Auffassung der Einsatz von Erdkabeln“, sagte der Northeimer Bundestagsabgeordnete Wilhelm Priesmeier zur Begründung.

Keine Mehrkosten

Neueste Kabeltechniken hätten zu einer erheblichen Kostenreduzierung beigetragen. Kabelhersteller sprächen aktuell nur noch von einem zweifachen Mehrkostenfaktor gegenüber dem Freileitungssystem, erklärte Priesmeier. Bei einer langfristigen, gesamtwirtschaftlichen Betrachtung, die die Auswirkungen auf den Tourismus und den Immobilienwertverlust mit einbeziehe, könne nahezu von einer Parität der Kosten zwischen Erdkabel und Freileitung gesprochen werden.

Für die Bürger vor Ort und für die Politik lautet die Frage nach den Worten des Bundestagsabgeordneten nicht, ob die Suedlink-Trasse benötigt werde, sondern vielmehr, wie das Projekt bestmöglich im Interesse von Mensch und Natur umgesetzt werden könne. „Fragen wie Gesundheitsschutz, Natur- und Landschaftsschutz müssen hier im Vordergrund stehen. Deshalb muss das Erdkabel der Regelfall sein“, so Priesmeier.

Die Suedlink-Trasse soll von Wilster in (Schleswig-Holstein) nach Grafenrheinfeld (Bayern) führen. Geplant ist, sie westlich der Weser, also außerhalb des Landkreises Northeim, entlang zu führen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.