Weitere Unterstützung von Politik und Einzelhandel notwendig

Hartmann knüpft Northeims weitere Bewerbung als Modellkommune an Bedingungen

Northeim, der Marktplatz.
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Northeim, Markt: Die angestrebte Ausweisung der Kreisstadt als Modellkommune soll für eine Belebung der Innenstadt sorgen.

Die Bewerbung Northeims als Modellkommune soll aufrechterhalten bleiben. Das hat Bürgermeister Simon Hartmann (SPD) auf Anfrage der HNA mitgeteilt.

Northeim / Einbeck – Er hat das allerdings an Bedingungen geknüpft. Zum einen will er die weitere Bewerbung von der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen abhängig machen, zum anderen von den Ergebnissen der nächsten Runde von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten.

„Ob die Bewerbung aufrechterhalten werden soll, mache ich zudem von einer klaren Positionierung der im Stadtmarketingverein vertretenen Händler und einer klaren Positionierung der Ratsfraktionen abhängig“, sagte Hartmann. Für ihn sei außerdem die verbindliche Zusage, dass die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung verbindlich eingeführt wird, eine weitere Voraussetzung.

Northeims Bürgermeister Simon Hartmann

Hartmann kündigte an, er werde nach der ersten Auswahlrunde des Landes und den darin formulierten Schwerpunkten das Konzept für die Lenkung der Besucherströme nochmals überarbeiten, da, so Hartmann, „ich davon ausgehe, dass insbesondere die beiden Dinge Kontaktnachverfolgung und Besucherlenkung uns noch viele Monate begleiten werden.“

Der Bürgermeister verteidigte das Konzept, das in kürzester Zeit entwickelt und fristgerecht eingereicht worden sei. Es erfülle die Voraussetzungen für die Teilnahme am Modellprojekt. Er dankte dem Stadtmarketingverein, dem Ratsvorsitzenden sowie den Spitzen der -fraktionen für die Unterstützung und gratulierte der Stadt Einbeck dazu, ausgewählt worden zu sein.

Dort rechnet Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek mit einem Start des Modellprojektes frühestens am Montag, 12. April. Das liege daran, dass das Gesundheitsamt des Landkreises Northeim noch keine der notwendigen Lizenzen der Luca-App besitze, mit der die Kontaktverfolgung realisiert werden soll. Erst wenn die Luca-App in der Behörde installiert und das System integriert ist, könne es losgehen.

Außerdem müssten bis zum Start eines Modellprojekts der testbasierten Öffnung noch weitere Testkapazitäten in der Einbecker Innenstadt aufgebaut werden, betonte Michalek.

Einbecks Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek

Die Kontaktnachverfolgung soll ausschließlich über die App geschehen, die Dokumentation eines negativen Corona-Schnelltests auf Papier als Dokument für den Zutritt soll es – anders als zunächst überlegt – nicht geben. Für diejenigen, die kein Handy besitzen, bietet die Luca-App Schlüsselanhänger mit dem QR-Code an. Diese seien aber zurzeit nicht lieferbar, erst Ende des Monats wieder, sagte Michalek.  (ows, zfb)

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