Frank Reuter ist Modellbauer: Northeimer hat Frankfurt in der guten Stube

+
Feinschliff an der Mainmetropole: Das Frankfurt-Modell von Frank Reuter passt mittlerweile nicht mehr in den Hobbykeller und steht jetzt im Esszimmer.

Die umfangreichen Bauarbeiten im Frankfurter Stadtteil Gallus sind abgeschlossen – zumindest in dem Frankfurt, das der Northeimer Modellbauer Frank Reuter in seinem Esszimmer aufgebaut hat.

Im wahren Frankfurt werden sich die Bauarbeiten allerdings noch über einige Jahre hinziehen, und einige der Gebäude, die Reuter bereits im Maßstab 1:1000 nach selbst gezeichneten Bauplänen aus Papier konstruiert hat, werden wohl im Original niemals gebaut, zum Beispiel der Millenium-Tower.

Die Pläne für das 365 Meter hohe Gebäude, das über 97 Stockwerke verfügen soll, stammen bereits aus den 1990-er Jahren, wurden aber aus Kostengründen bislang nicht in die Tat umgesetzt. „Bei mir lagen die Kosten für dieses Gebäude im einstelligen Eurobereich“, sagt Reuter schmunzelnd.

Reuters Modell ist ein Blick in die künftige Entwicklung der Mainmetropole, und es ist so konzipiert, dass es mit ein paar Handgriffen an die aktuellen Entwicklungen und Ideen der Frankfurter Stadtplaner angepasst werden kann.

Das gilt auch für die „Frankfurt Four“, ein Komplex aus vier Hochhäusern, auf dem ehemaligen Deutsche-Bank-Areal im Bankenviertel. Der Abriss der bisherigen realen Bebauung erfolgte im vergangenen Jahr. Die neuen Häuser, die dort bis 2021 entstehen sollen, lassen das Herz eines Wolkenkratzerfans wie Reuter höher schlagen. „Diese hochverdichtete Maumasse wird eine architektonische Meisterleistung“, schwärmt er von dem Projekt, bei dem zwei Büro- und zwei Wohntürme geplant sind mit Höhen zwischen 100 und 228 Metern.

„Der 173 Meter hohe Wohnturm wird nach seiner Fertigstellung das höchste Wohngebäude Deutschlands sein“, sagt Reuter. „Und die unteren Dächer des gesamten Gebäudekomplexes sollen begrünt werden und dann für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Wie das Ganze aussehen und im Gesamtstadtbild dann wirken wird, kann man im Modell schon sehen. Dafür muss Reuter nur den entsprechenden Teil seines Modells austauschen und die „Frankfurt Four“ einschweben lassen.

Reuter würde sich freuen, wenn er die Möglichkeit bekäme, „sein“ Frankfurt mal im echten Frankfurt der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Als er vor zwei Jahren den ersten Teil der Gesamtanlage fertiggestellt hatte und die HNA darüber berichtete, gab es hinterher entsprechende Anfragen.

„Leider hat das Ganze aber dann doch nicht geklappt“, sagt Reuter. „Aber wenn ich jetzt mit dem kompletten Modell noch einmal die Gelegenheit bekäme, würde ich mich sehr freuen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.