Projekt hat Volumen von einer Milliarde Euro

Franzosen finanzieren den Ausbau der A7 bei Northeim

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Künftig in französischer Hand: Die A7 bei Northeim. 

Northeim. Der Ausbau der Autobahn zwischen Nörten-Hardenberg und Seesen wird mit Geld aus Frankreich finanziert. Das ergab die Recherche der HNA.

Hinter dem Konsortium Via Niedersachsen, das den Zuschlag für den Ausbau bekommen hat, stehen die französischen Unternehmen Vinci Concessions und Meridiam Investments.

Via Niedersachsen ist mit Beginn des Vertrags, der zum 1. Mai geschlossen ist, außerdem für 30 Jahre für den Erhalt und den Betrieb des 60 Kilometer langen Abschnitts der Autobahn 7 zwischen den Anschlussstellen Göttingen und Bockenem zuständig. Während der Vertragsdauer erhält das Konsortium als Gegenleistung die Einnahmen aus der Lkw-Maut des Streckenabschnitts. Laut Bundesverkehrsministerium in Berlin hat das Projekt ein Volumen von einer Milliarde Euro.

Erfahrung im Autobahn-Ausbau

Meridiam und Vinci haben bereits Erfahrungen mit Ausbau und Betrieb deutscher Autobahnen. Das wurde der HNA aus dem Umfeld der Konzerne bestätigt. In Baden-Württemberg haben sie mit ihrem gemeinsamen Konsortium Via Solutions Südwest 2009 den sechsspurigen Ausbau und den Betrieb des 60 Kilometer langen Stücks der Autobahn 5 zwischen Baden-Baden und Offenburg übernommen.

Beide gehören auch zum Konsortium Via Solutions Thüringen, das den 44 Kilometer langen Streckenabschnitt der A4 zwischen Gotha und Eisenach ausgebaut hat und betreibt. Vinci gehört außerdem zum Konsortium Via Gateway, das in Südthüringen 19 Kilometer der A9 zwischen Schleiz und Triptis ausbaut.

Laut der Internetseiten dieser Konsortien sind die Bauaufträge jeweils an deutsche Baukonzerne (Hochtief, Strabag Wayss & Freitag) und mittelständische Firmen gegangen. Einziges an allen drei Projekten beteiligte Unternehmen ist allerdings Eurovia, ein in 16 europäischen Ländern tätiges Unternehmen, das zum Vinci-Konzern gehört und auch eine deutsche Tochter hat.

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