Weg frei für großen Supermarkt auf dem alten Krankenhausgelände

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Entscheidung endlich gefallen: Vorsitzender Dietmar Kahler gibt den Weg frei.

Northeim. Der geplante 3000 Quadratmeter große Supermarkt auf dem ehemaligen Northeimer Krankenhausgelände kann gebaut werden.

In einer Sondersitzung hat sich der Northeimer Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt (PBU) am Dienstag für eine Änderung des Einzelhandelskonzeptes ausgesprochen, nachdem die Entscheidung in dieser Angelegenheit in der Sitzung am 20. Januar erneut vertagt worden war.

Die Neufassung des Einzelhandelskonzeptes sieht unter anderem vor, den Bereich Sturmbäume als perspektivisches Nahversorgungszentrum auszuweisen, was Grundvoraussetzung dafür ist, dass dort ein Supermarkt in dieser Größe errichtet werden kann. Insbesondere der Stadtmarketingverein Northeim hatte sich zunächst gegen diese Pläne ausgesprochen, da er negative Auswirkungen auf die Geschäfte in der Northeimer Innenstadt befürchtete.

Bedenken ausgeräumt 

Diese Bedenken bestehen nach einem am Freitag stattgefundenen Gespräch der Fraktionsvorsitzenden im Northeimer Rat mit Vertretern des Stadtmarketingvereins so nun nicht mehr, bestätigte Vorsitzende Doris Ohlmer, am Mittwoch auf HNA-Anfrage.

Bei dem Treffen, an dem auch der Investor Tobias Schnabel sowie Vertreter der Kreis-Sparkasse und des Planungsbüros teilgenommen hätten, seien die Ängste der Innenstadtkaufleute ausgeräumt worden, so Ohlmer. Befürchtet worden war, dass sich auf dem ehemaligen Krankenhausareal, ähnlich wie im Bereich „In der Fluth“, Einzelhandelsgeschäfte mit innenstadtrelevantem Sortiment ansiedeln könnten.

CDU-Fraktions-Chef Christian Binnewies begründete in der PBU-Sitzung die mehrmals verschobene Entscheidung in dieser Angelegenheit damit, dass man auf keinen Fall noch einmal wie im Bereich „In der Fluth“ habe vorgehen wollen. Dort hätten sich die politischen Gremien mit dem Argument „schieben lassen“, dass diese oder jene Entscheidung möglichst schnell getroffen werden musste.

Argumente geprüft 

Für die SPD-Fraktion räumte Ausschussmitglied Knut Fürsten ein, dass es nach außen so ausgesehen habe, als habe man etwas verzögern wollen. Letztendlich sei es aber darum gegangen, die Kritiker ernst zu nehmen und deren Argumente gegen den Bau des 3000 Quadratmeter großen Markt genau zu prüfen.

Von Niko Mönkemeyer

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