"Man kann etwas bewegen"

Fünf Frauen wollen den Einstieg in die Kommunalpolitik schaffen

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Mentoren und ihre Schützlinge: Von links Christiane Michaelis, Oliver Brzink, Sylvia Vann, Annett Naumann, Christel Eppenstein, Dr. Magdalena Pogoda-Urbanski, Katharina Reich und Rosita Wismach.

Northeim. Fünf Frauen aus dem Landkreis Northeim wollen über das niedersächsische Mentorenprogramm „Politik braucht Frauen" den Einstieg in die Kommunalpolitik schaffen.

„Man kann etwas bewegen“, sagt Annett Naumann über ihre Motive, an dem Programm teilzunehmen. Mit dem Programm möchte die Landesregierung in Hannover den Anteil von Frauen von bislang nur rund 22 Prozent in den Kommunalparlamenten steigern und sie zudem verjüngen. Annett Naumann hat bereits erste Erfahrungen in der Parteiarbeit der SPD gesammelt und wird von dem Northeimer SPD-Stadtratsmitglied Stefan Krauß als erfahrenen Kommunalpolitiker betreut.

Für sie steht bereits fest, dass sie bei den Kommunalwahlen am 11. September 2016 für den Stadtrat Hardegsen und eventuell auch für den Kreistag kandidieren möchte. Eine Entscheidung über eine Kandidatur haben die Jura-Studentin Katharina Reich und die Betriebswirtin Dr. Magdalena Pogoda-Urbanski noch nicht getroffen. Sie schnuppern bei der CDU-Kreistagsabgeordneten und Kalefelder Gemeinderätin Christel Eppenstein politische Luft.

Die Studentin reizt die Vielfalt der Aufgaben und die Möglichkeit des Kontakte-Knüpfens, Magdalena Pogoda-Urbanski die „andere Seite“. Die Mutter von zwei Kindern möchte als Expertin für die Verwaltungsarbeit in der Einbecker Kämmerei auch die politische Arbeit besser kennenlernen.

Über das Engagement für Naturschutz ist die Bad Gandersheimer Gymnasiallehrerin Christiane Michaelis zu den Grünen gestoßen. Betreut vom Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Gandersheimer Stadtrat, Oliver Brzink, möchte sie den zukünftigen Weg der Stadt mitgestalten.

Dieses Motiv nennt auch die Finanz-Controllerin Sylvia Vann aus Hammenstedt, die vom Northeimer SPD-Stadtratsmitglied Hildegard Pavel betreut wird, als Grund für ihre Teilnahme an dem Programm.

Betreut werden die knapp 450 niedersächsischen Tandems aus Mentoren und „Mentees“ durch die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten. Die Beauftragte des Landkreises Northeim, Rosita Wismach, sagte, die Bedingungen für berufstätige Frauen und Mütter in der Kommunalpolitik seien nach wie vor schwierig, oftmals scheitere ein Engagement schon den ungünstigen Sitzungsterminen. 

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