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Northeim startet Innenstadt-Programm

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Von: Axel Gödecke

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Die Northeimer Innenstadt soll wieder belebt werden. Im Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ sind dazu mehrere Projekte geplant.
Die Northeimer Innenstadt soll wieder belebt werden. Im Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ sind dazu mehrere Projekte geplant. © Axel Gödecke

Die Stadt Northeim möchte mit den ersten Projekten starten, die über das Landes-Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ gefördert werden. 755.000 Euro fließen an Zuschüssen. Zehn Prozent muss die Stadt als Eigenanteil drauflegen, sodass über 830.000 Euro ausgegeben werden können.

Northeim – Sarah Pauly vom Stadtplanungsamt berichtete im Innenstadtausschuss über den Sachstand. Nach ihren Worten hatte die Stadt die Umsetzung von drei Projekten öffentlich ausgeschrieben: Für die Entwicklung einer Innenstadt-App zur Vernetzung und Information von Bürgern, Besuchern, Marketing, Dienstleistern, Handel und Verwaltung hätten sich fünf Firmen beworben, die Auswahl werde in Kürze erfolgen. Vom Land kommen dafür 333.000 Euro (Stadt gibt 37.000 Euro).

Für die Ausrichtung von Mini-Events in der Innenstadt in 2022 und 2023 (Zuschuss: 90.000 Euro, Stadt: 10.000 Euro) habe sich ein Anbieter beworben und leider für die Einrichtung von temporären Spiel- und Erlebniselementen in der Innenstadt (Land: 90.000/Stadt:10.000 Euro) keiner. Letzteren Projekt werde kurzfristig neu ausgeschrieben. Pauly: „Für das erste Projekt muss bis 31. März der konkrete Förderantrag raus sein, sonst gibt es kein Geld für das gesamte Programm.“ Dies werde man schaffen.

Mit den genannten Auftaktmaßnahmen soll aber noch nicht Schluss sein, ergänzt Stadtbaurat Frederik Backhaus auf HNA-Anfrage. Neben den Projekten „Kaschieren von Leerständen“ und Etablierung von Pflanzinseln (Zuschuss je 45.000 Euro/Stadt je 5000 Euro) soll der Aufbau eines Innenstadtmanagements als ein maßgeblicher Teil des Sofortprogramms angeschoben werden.

Frederik Backhaus
Frederik Backhaus © Niko Mönkemeyer

Die konkrete Beantragung der Maßnahme „Innenstadtmanagement“ sei nach derzeitiger Planung für den Beginn des zweiten Quartals 2022 geplant. Beantragt würden beim Land 130.000 Euro für die Anschubfinanzierung der Stelle, die bei der Stadtverwaltung angesiedelt werden müsse. Die Stadt Northeim verstehe das Innenstadtmanagement als „Kümmerer“ für die Innenstadt.

Die Stelle, die das Land über das Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ mit 117.000 Euro als Anschubfinanzierung fördert (13.000 Euro gibt die Stadt als Eigenanteil hinzu), will die Stadt Northeim noch in diesem Jahr ausschreiben, heißt es von der Stadtverwaltung.

Die Stelle werde fest im Bauamt verankert sein. Hierin liege ein entscheidender Unterschied zu dem Ende 2019 ausgelaufenen Zentren- und Leerstandsmanagement, das an das Büro Rudnik in Barsinghausen extern vergeben war und damals über die Städtebauförderung finanziert worden war. Diese Maßnahme sei in Abstimmung mit dem Land aus der Städtebauförderung herausgenommen worden, um eine Förderung über das Sofortprogramm Perspektive Innenstadt zu ermöglichen.

Leere Läden in der Innenstadt: Auch darum soll sich der oder die neue City-Manager/in der Stadt Northeim kümmern.
Leere Läden in der Innenstadt: Auch darum soll sich der oder die neue City-Manager/in der Stadt Northeim kümmern. © Axel Gödecke

Das Innenstadtmanagement soll die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung konkreter Projekte für die Innenstadt fördern und eine Schnittstelle zwischen den Akteuren bilden. Es trete als Ansprechpartner für alle Innenstadtakteure auf und soll bürokratische Hürden abbauen, indem es die richtigen Akteure miteinander ins Gespräch bringe und die Umsetzung externer Projektideen in der Verwaltung koordiniere.

Zu den Kernaufgaben zählten daneben die Vermittlung der Wiedernutzung von leer stehenden Gebäuden, auch durch Zwischennutzungen. Auch Pressearbeit, eine intensive Zusammenarbeit mit der Standortgemeinschaft, dem Stadtmarketing, der Northeim Touristik und anderen Innenstadtakteuren gehörten zu den Aufgaben.

Letztlich soll auch die Aktualisierung und Pflege der Flächendatenbank durch das Innenstadtmanagement erfolgen. Dabei solle es sich nicht um ein reines Leerstandskataster handeln, so der Baurat. Untersuchungen des Sortimentspektrums in der Innenstadt zur Identifizierung von Ergänzungen sollten auch vorgenommen werden, um gezielt auf bestimmte Branchen zugehen zu können. Backhaus: „So könnten wir einen Mehrwert für die Northeimer Innenstadt erreichen.“

50.000 Euro aus dem Sofortprogramm hat die Stadt für ein weiteres Projekt als Reserve zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt geplant. Es soll in Kürze noch nachbenannt werden. (Axel Gödecke)

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