21. Brutpaar im Kreis hat sich in Höckelheim niedergelassen

Für Störche wird es eng im Landkreis Northeim

Zwei Störche bei Schnee im Nest
+
„Schneefegen“ auf dem Nest: Das Höckelheimer Storchenpaar ist vom Wintereinbruch der vergangenen Tage überrascht worden.

Die Erfolgsgeschichte der Störche im Landkreis Northeim geht weiter.

Höckelheim – Auch wenn das aktuelle Wetter nicht gerade dazu einlädt, sich draußen auf eine Bank zu setzen. In Höckelheim lohnt sich das derzeit aber trotzdem, denn wer ein bisschen Geduld mitbringt, kann dort auf dem „Storchenblick“ an der Torstraße Platz nehmen und seit etwa 14 Tagen das rege Treiben am dortigen Storchenhorst beobachten.

Nachdem sich im vergangenen Jahr dort nur kurzfristig Störche hatten blicken lassen, ist der Standort auf einer Wiese direkt an der Moore in diesem Jahr unter den Störchen heiß begehrt. Teilweise waren dort bis zu sechs Störche gleichzeitig zu sehen, die sich um das Nest gestritten haben.

Ehe das Paar, das sich letztendlich durchgesetzt hat, mit dem Brüten beginnt, wird es aber nach Einschätzung von „Storchenvater“ Bernd-Jürgen Schulz, der seit vielen Jahren als Beauftragter des Landkreises Northeim die wachsende Storchenpopulation beobachtet und betreut, noch einige Wochen vergehen. Sollte es tatsächlich zur Brut kommen, wäre es das 21. Brutpaar, das im Landkreis Northeim Junge aufzieht – und laut Schulz sollten nach Möglichkeit dann auch keine weiteren mehr dazukommen. Denn das Nahrungsangebot sei begrenzt und die Tiere könnten sonst nicht mehr genügend Mäuse für die Aufzucht ihres Nachwuchses finden.

„Man kann auch gute Dinge übertreiben“, sagt Schulz und empfiehlt, nicht nur in Höckelheim, sondern im gesamten Landkreis auf das Errichten weiterer zusätzlicher Storchenhorste zu verzichten. „Wenn die Storchenpaare künftig jeweils nur noch ein Junges aufziehen können, weil sie sich gegenseitig das Futter wegnehmen, wäre das kontraproduktiv.“

Die Freude über die neuen gefiederten Dorfbewohner ist in Höckelheim groß – insbesondere bei Armin Töpperwien, unter dessen Federführung im Auftrag des Ortsrates und mit Unterstützung von Sponsoren im vergangenen Jahr die Metallkonstruktion gebaut und aufgestellt wurde. „Wir freuen uns, dass kurz vor Ostern die ersten Störche am Nest erschienen sind und dass Herr Schulz mit seiner Prognose recht hatte, dass dies ein geeigneter Standort ist“, sagt Töpperwien. Seinen Plan, noch ein zweites Nest in Höckelheim errichten zu wollen, wird er nach dem Appell von Schulz verwerfen, aber vorgesehen ist, am bestehenden Nest eine Webcam anzubringen. „Damit jeder im Internet das Brutgeschehen verfolgen kann“, so Töpperwien.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.