In Schulen können Aufträge während des Schulbetriebs nur nach Corona-Test erledigt werden

Fürs Handwerk wird es auch im Landkreis Northeim komplizierter

Zwei Arbeiter auf einer Baustelle in der Schule Hardegsen
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Bei Bauarbeiten an Schulen müssen Handwerker einen negativen PCR-Test vorweisen, wenn sie während der Unterrichtszeit Arbeiten im Gebäude ausführen. Dieses Bild entstand bereits im vergangenen Jahr, als es keine Maskenpflicht gab.

Die neuen Corona-Verodnungen stellen die Handwerksbetriebe vor neue Herausforderungen

Northeim – Die geplante gesetzliche Verpflichtung für Unternehmen, ihren Beschäftigten künftig mindestens zweimal pro Woche ein kostenloses Corona-Testangebot zu unterbreiten, wird aus Sicht der Kreishanderkerschaft Northeim zu einer zusätzlichen Belastung für die Betriebe führen.

Zusätzliche Tests seien angesichts steigender Infektionszahlen zwar richtig und insbesondere für die Beschäftigungsgruppen mit erhöhten Infektionsrisiko auch im Interesse der Handwerksbetriebe, sagt Geschäftsführer Hans-Joachim Nüsse. „Wir hätten es aber begrüßt, wenn es bei der freiwilligen Regelung geblieben wäre.“

Denn eine gesetzliche Pflicht habe zur Folge, dass die Betriebe dann die Beschaffung und die Ausgabe der Tests an ihre Beschäftigten dokumentieren müssten, und das sei mit zusätzlichen Kosten und Zeitaufwand verbunden.

Ein weiteres Problem, das auf viele Handwerksbetriebe zukommt, ist, dass mit Einführung der Testpflicht an Schulen auch alle Handwerker, die während der Unterrichtszeiten im Schulgebäude Arbeiten ausführen, ab sofort einen Nachweis über einen negativen Corona-Test mitführen müssen. Bei Personen, die an der Schule in Diensten des Schulträgers tätig sind oder in dessen Auftrag regelmäßig Aufgaben des Schulträgers erfüllen, reicht ein Selbsttest, wie er jetzt auch zweimal pro Woche bei den Schülern und Schulpersonal stattfindet. Ansonsten müssen beauftragte Handwerksbetriebe dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter vorher einen PCR-Test oder einen Schnelltest durch einen Dritten im Sinne der Corona-Verordnung machen lassen können.

Hans-Joachim Nüsse

„Die Testpflicht bezieht sich aber nur auf den Schulbetrieb“, betont Nüsse. „Insofern empfehlen wir unseren Betrieben, nach Möglichkeit anstehende Arbeiten außerhalb der Unterrichtszeiten auszuführen. Auch auf Baustellen außen am Gebäude, wo es keinen Schulbetrieb gibt, gilt die Testpflicht nicht.

Und die Handwerker können auch ohne Test während der Schulpausen den Schulhof betreten, um zu ihrer jeweiligen Baustelle zu gelangen.“

Nach der Verordnung des Kultusministeriums ist zwar der Zutritt auch dann nicht verboten, wenn kurz nach Betreten ein Test stattfindet. Die dafür vorhandenen Testkapazitäten werden allerdings nicht für schulexterne Personen vorgehalten.

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