FUL: Neu Halle soll auf den alten Sockel

+
Neue Halle: So stellt sich die Initiative „Wir für das Dorf“ den Neubau vor. Die gelbe Fläche stellt das Obergeschoss dar.

Höckelheim. Die Höckelheimer Initiative „Wir für das Dorf", erhält für ihre Ideen zum Wiederaufbau der Höckelheimer Mehrzweckhalle Unterstützung von der Fraktion der Freien Unabhängigen Liste (FUL) im Rat der Stadt Northeim.

Auf Antrag der FUL wird sich der Fachausschuss Planen, Bauen und Umwelt in seiner nächsten Sitzung mit dem Vorschlag der Initiative beschäftigen. Der sieht vor, für den Wiederaufbau den Grundriss des Neubaus auf die Fläche der alten Halle zu beschränken (wir berichteten).

„Wir finden es gut, dass sich Bürger in so einer wichtigen Angelegenheit für ihr Dorf engagieren und halten die alternative Planung für schlüssig“, sagte FUL-Fraktions-Chef Rolf Traupe und verweist auf ein an die Stadtverwaltung, den Rat der Stadt Northeim und den Höckelheimer Ortsrat adressiertes Schreiben der Initiative.

Hochwasserschutz 

Darin begründen die Unterzeichner noch einmal, warum sie den bislang vom Ortsrat favorisierten Plan ablehnen. Sie befürchten zum einen Beeinträchtigungen für die Anwohner und negative Auswirkungen auf das Dorfbild. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass bei den Planungen der Hochwasserschutz nicht berücksichtigt worden sei.

Der Alternativvorschlag sieht vor, die Grundmaße nur unwesentlich zu verändern und das Gebäude lediglich um 2,25 Meter zur Westseite auszudehnen. Statt eines einstöckigen Baus soll ein zweistöckiges Gebäude mit integriertem Fahrstuhl entstehen.

Damit, so die Initiative, sei ein behindertengerechter Zugang zu allen Räumen gewährleistet. Die Kosten für den Lift schätzt die Initiative auf 40 000 Euro. Da der bisherige Eingang und der erst neu erstellte barrierefreie Zugang sowie die alte Bodenplatte erhalten bleiben sollen, sei es nach Ansicht der Unterzeichner trotzdem möglich, unter dem Strich Steuergelder zu sparen.

Nach Ansicht der Initiative werden in der Alternativplanung alle Anforderungen für den geplanten Ganztagsbetrieb der Schule erfüllt. Die im bisherigen Plan zusätzlich vorgesehenen Schulräume mit einer Gesamtfläche von 120 Quadratmetern seien vollständig integriert.

Fläche für Zuschauer 

In der Halle könnten Veranstaltungen in bewährter Form stattfinden, denn mit einer Länge von 27 Metern und einer Breite von 15 Metern würde die Fläche alle gesetzlichen Anforderungen an eine Sporthalle erfüllen. Darüber hinaus ließe sich im Obergeschoss auf der Hälfte der Hallenlänge, ähnlich wie in der Sporthalle des Corvinianums, eine Zuschauerfläche realisieren.

Der Bau einer zweistöckigen Halle sei zukunftsorientierter, heißt es in dem Schreiben. Eine Nutzungsänderung der Räume sei ohne große Umbaumaßnahmen realisierbar und schaffe die Möglichkeit, bei einer Erweiterung der Schule zusätzliche Klassenräume zu schaffen oder künftig andere Konzepte, wie sie jetzt für die ehemalige Grundschule Edesheim diskutiert werden, umzusetzen. Weitere Infos zum Alternativkonzept gibt es auf der Homepage der Bürgerinitiative.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.