Mögliche Fusion: Eine Volksbank vom Harz bis zur Weser

Einbeck / Seesen. Die Volksbanken Einbeck und Seesen entscheiden in der kommende Woche in getrennten Vertreterversammlungen über eine Fusion. Ein Jahr lang wurde über den Vertrag verhandelt, der am 13. Mai in Einbeck und am 14. Mai in Seesen zur Abstimmung steht.

Der Kontrakt benötigt jeweils eine 75-prozentige Zustimmung. „Einbeck wird auch nach einer Verschmelzung zentrale Funktionen behalten und Vorstandssitz bleiben“, sagte Andreas Wobst, Vorstand der Volksbank Einbeck, der HNA. Die Fusion in diesem Jahr erfolge „auf Augenhöhe“. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Thorsten Briest wird Wobst weiterhin in der Bierstadt vor Ort sein und die bisherigen Themenbereiche bearbeiten. Dass im Genossenschaftsregister die neue Bank als Volksbank eG Seesen eingetragen werden soll, habe allein rechtliche und steuerliche Gründe, betonte Wobst.

Die Mitarbeiterzahl in den Hauptstellen Einbeck und Seesen bleibe gleich, in den nächsten drei Jahren würden keine der insgesamt 36 Filialen geschlossen, der Aufsichtsrat der neuen Volksbank bleibe zehn Jahre lang paritätisch mit jeweils zunächst acht Mitgliedern besetzt, auch wenn Seesen die größere Bank sei.

„Im Moment können beide Banken noch aus einer Eigenkapital-Stärke heraus agieren“, sagt Wobst. Die richtige Zeit, die Kräfte zu bündeln - dafür habe man auch in zahlreichen Gesprächen in den vergangenen Monaten von den Mitgliedsvertretern zwar kritische Fragen, am Ende aber ausschließlich Zustimmung erfahren.

Der Verschmelzungsvertrag liegt seit Tagen in den Volksbanken für die Mitglieder aus, die rund 13 500 Einbecker Volksbank-Mitglieder zwischen der Weser und dem Alten Amt werden in Ortsversammlungen im Juni und Juli nach Entscheidung durch die Vertreterversammlung informiert. Das sei die Reihefolge im repräsentativen Volksbank-Gefüge, so der Vorstand. (zfb)

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