Tür für Gespräche stehen in Holzminden offen

Fusion: Northeimer Nachbarkreise sind zurückhaltend

Northeim. Das Werben des Landkreises Northeim um einen Fusionspartner stößt bei den Nachbarlandkreisen auf eine eher verhaltene Reaktion. Das hat eine Umfrage der HNA ergeben.

Die größte Offenheit für einen neuen Fusionsanlauf gibt es noch ein Göttingen. Gesprächen über eine mögliche Fusion ab dem Jahr 2021, also der folgenden Wahlperiode, stehe nichts entgegen, sagte der Göttinger Landrat Bernhard Reuter. Dabei wiederholte er, dass eine Entschuldung des Landkreises Northeim Voraussetzung sei. Dieser hat 90 Millionen Euro Kassenkredite aufgehäuft. Der Landkreis Götingen schließt sich im nächsten Jahr mit dem Landkreis Osterode zusammen. Diese Fusion belohnt das Land Niedersachsen mit einer Entschuldungshilfe in Höhe von insgesamt 79,8 Millionen Euro.

In Goslar, Hildesheim und Holzminden schließt man Gespräche mit dem Landkreis Northeim nicht aus. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass es sich nicht um den Wunschpartner handelt.

Im Goslarer Kreishaus bestätigte eine Sprecherin, dass das Northeimer Gesprächsangebot noch nicht von den politischen Gremien behandelt worden sei. Es gebe deshalb noch keine Einschätzung, ob das Angebot angenommen werde.

Ähnlich lautete die Auskunft aus Hildesheim. Dort werde man über mögliche Gespräche in der Kreisausschusssitzung im November entscheiden, teilte ein Sprecher mit. Im Sommer war eine Fusion von Hildesheim mit dem Landkreis Peine gescheitert.

„Die Tür für Gespräche mit Northeim steht immer offen“, sagte Marie-Luise Nigel, Pressesprecherin des Kreises Holzminden. Ob es allerdings Interesse an einer Fusion gebe, sei unklar, da sich die Politik mit dieser Frage noch nicht beschäftigt habe. Sie bestätigte allerdings, dass Holzminden vor allem mit seinem nördlichen Nachbarkreis Hameln-Pyrmont kooperiere. 2010 waren Fusionsüberlegungen zwischen Northeim und Holzminden beerdigt worden.

Rubriklistenbild: © HNA

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