Fusion der Schützenvereine soll bis April 2016 stehen

Goldene Verdienstnadeln: Das Foto zeigt von links Rüdiger Junge, Götz Girmann, BSG-Vizepräsident Dietmar Denecke und BSG-Leutnant Bodo Engelhardt. Foto: Sylla/nh

Northeim. Bis April 2016 soll die Fusion aller Northeimer Schützenvereine vollzogen werden.

Einen weiteren Schritt gingen jetzt 85 stimmberechtigte Frauen und Männer in der Versammlung der Bürger-Schützen-Gesellschaft (BSG). Einstimmig wiesen sie den BSG-Vorstand an, mit den Vorständen der in der BSG zusammengeschlossenen Vereine umgehend einen Verschmelzungsvertrag auszuarbeiten und diesen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vorzulegen.

Wie BSG-Präsident Hans-Bernhard Heynold erläuterte, haben alle Korporationen und Damenvereine der BSG inzwischen gleichlautende Beschlüsse verabschiedet. Er ließ keinen Zweifel an der Notwendigkeit der Fusion, die allein die Zukunft des Northeimer Schützenwesens sichere.

In Übereinstimmung mit den Vereinsvorständen seien Arbeitsgruppen zu den Themen Allgemein, Haus und Grund, Schießwesen und Finanzen eingesetzt worden, die eine Geschäftsordnung für die neue BSG erarbeiten sollen.

In seinem Jahresbericht lobte Heynold die ehrenamtliche Arbeit vieler Schützen bei der Grundsanierung der Küche im Schießhaus, für die dank Spenden und Sponsoren sowie der kostenlosen Überlassung hochwertiger Geräte aus der aufgegebenen Helios-Klinik am Ende für die BSG nur Materialkosten von 3875 Euro verblieben seien. Weiter seien in Eigenleistung Arbeiten am Schießstand vorgenommen worden.

Angespannte Finanzlage

Wie angespannt die Finanzlage der BSG ist, ging aus dem Bericht der neuen 1. Rechnungsführerin Jennifer Hylla hervor, die einen Mitgliederrückgang von 23 auf 350 verkündete und das auf den ersten Blick positive Vereinsergebnis für 2014 von 11 550 Euro relativierte. „Ohne ein Privatdarlehen, Spenden und Sponsorenleistungen würden wir in tiefroten Zahlen stecken“, mahnte sie und kündigte einen Sparkurs an.

Der sei auch nötig, unterstrich Hans-Bernhard Heynold, weil weitere Baumaßnahmen auf die BSG zukämen. Als dringlich listete Heynold auf: Der Neuaufbau des Grabens mit Abdeckung unter den 50m-Kugelfängen wegen Einsturzgefahr, die Sanierung der Außenmauer in Richtung Lux-Saalbau und die Sanierung des Fachwerks an der Front des Schießhauses.

Diese Aufgaben blieben auch nach der Fusion vordringlich und seien nicht ohne unentgeltliche Hilfe von Schützen aller Vereine zu bewältigen.

Bei Klaus Bornemann, dem zurückgetretenen Vorsitzenden der Freihandschützen, der gerade seinen 60. Geburtstag feierte, bedankte sich der BSG-Präsident für die langjährige Zusammenarbeit und verlieh ihm die Goldene Verdienstnadel der BSG. Diese Auszeichnung ging auch an die Freihandschützen Götz Girmann und Rüdiger Junge, die mit ihren Firmen vorbildliche Sponsorenarbeiten im Schießhaus geleistet hätten.

Der zweite Rechnungsführer Heins-Jürgen Meinshausen (Jäger-Corps und Beisitzer Axel Wassmann (VfF) wurden wiedergewählt. (gsy/nh)

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