Supermarkt statt Stadion

Fußballer der Eintracht Northeim richten Einkaufsservice ein

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Die Kicker der Eintracht Northeim mal bei einer eher ungewohnten Teamarbeit: Tim Tautermann, Erik Sonnenberg und Oliver Gremmes auf Einkaufstour.

Die Situation ist ernst. Doch wie man in Krisenzeiten seinen Teil dazu beitragen kann, Menschen zu helfen, die selbst einer Risikogruppe angehören, erkennen aktuell nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Northeimer Vereine.

Helfen wo man helfen kann, das ist jetzt das Motto der Eintracht Northeim. Da die Schulen geschlossen sind und der Vereinssport der Eintracht zum Erliegen gekommen ist, möchte der Verein denjenigen Hilfe anbieten, die sie benötigen.

Dass man sich in dieser kritischen Zeit mit eventuellen Vorerkrankungen oder aufgrund seines Alters (Risikogruppe) nicht unbedingt zum Einkaufen begeben möchte, ist verständlich.

Kleine große Taten

Menschen aus Risikogruppen, die den Gang in den Supermarkt selbst aus Schutz nicht mehr erledigen, sind die Zielgruppe der Aktion. Oliver Gremmes, U23-Trainer und Sportliche Leitung erklärt: „Wir bieten den Menschen in der Region an, ihre Einkäufe zu erledigen. Vielleicht sind es nur kleine Taten, doch wir sind uns sicher, dass die Hilfebedürftigen hiermit unterstützt werden.“

Der Schutz der Mitarbeiter und natürlich der Auftraggeber stünde hierbei an erster Stelle. „Natürlich achten wir auch darauf, dass sich keiner von uns in unnötige Gefahrensituationen begibt“, so Gremmes.

Man habe sich vorab mit dem Gesundheitsamt in Verbindung gesetzt. „Wir haben die Thematik im Vorfeld mit dem Vorstand erörtert und sind schnell zu dem gemeinsamen Entschluss gekommen zu helfen“.

Einkaufsliste per Mail oder Telefon

Ablaufen soll die Aktion wie folgt: Menschen, die über 60 Jahre alt sind oder krankheitsbedingt einer Risikogruppe angehören, können den Verein von Montag bis Freitag zwischen neun und zwölf Uhr telefonisch oder per E-Mail kontaktieren. Die Einkaufsliste wird dann an die Boten weitergegeben und diese erledigen dann die Besorgungen.

Hierbei sei es wichtig, dass der Mindestbetrag der Bestellung von zehn Euro eingehalten wird. 

Nach dem Einkauf legen die Fahrer die Lebensmittel vor der Tür ab, der Mindestabstand von zwei Metern wird hierbei eingehalten. Bezahlt wird ebenfalls durch Ablegen des Geldes vor der Tür. 

Ausgeliefert werden die Einkäufe dienstags und freitags zwischen 10 und 16 Uhr. Der Verein wird versuchen, eine verlässliche Zeit für die genaue Anlieferung mit den Kunden auszumachen, so Gremmes. 

Mit dem Eintrachtbus auf Tour

Unterwegs sind die Helfer mit dem Teambus der Eintracht Northeim. Die Kosten für Benzin trägt der Verein, der Service bleibt somit kostenlos für die Auftraggeber.

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