Die Fußgängerzone schrumpft

Northeimer Stadtrat beschließt Öffnung von Wieterstraße und Breiter Straße Ost

Die Breite Straße Ost in Northeim (Blickrichtung Osten, stadtauswärts), Außengastronomie
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Die Breite Straße Ost in Northeim: In dieser Richtung sollen bald Autos fahren dürfen. Für Radler soll die Straße in beiden Richtungen geöffnet werden.

Die Northeimer Fußgängerzone wird kleiner. Der Stadtrat stimmte in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit breiter Mehrheit für die Öffnung der Wieterstraße und der Breiten Straße Ost.

Northeim – Die Wieterstraße und die Breite Straße werden Einbahnstraßen und dürfen künftig als verkehrsberuhigter Bereich befahren werden. Auch sollen dort einige Kurzzeitparkplätze entstehen. Bürgermeister Simon Hartmann kündigte an, dass die Öffnung Mitte bis Ende August vollzogen werden soll.

Nur Rolf Pflugmacher (Linke) sprach sich in der Sitzung gegen die Öffnung aus. Sie sei nicht zeitgemäß und ein wirkungsloses Placebo für die Wiederbelebung der Innenstadt. Nur ein besseres Angebot könne mehr Kunden ins Stadtzentrum bringen.

Dass die geringe Kundenfrequenz nicht an fehlenden Parkplätzen liege, betonte Irnfried Rabe (FDP). Er erinnerte an das nicht ausgelastete Parkhaus des City-Centers. Dessen Betreiber sei offen für Gespräche mit dem Innenstadthandel, unter welchen Bedingungen Innenstadtkunden dort verbilligt parken können.

Helga Jäger (CDU), Rene Leitner (SPD) und Marcus Krohn (Grüne) betonten, dass die Öffnung der Breiten Straße Ost der kleinste gemeinsame Nenner zwischen den Fraktionen sei. Krohn erklärte ferner, dass seine Fraktion weiteren Öffnungen der Fußgängerzone nicht zustimmen werde. Die Öffnung der Breiten Straße Ost sei auch ein Schritt zur Umwandlung des Quartiers in Richtung altersgerechten Wohnens.

Eine Entscheidung, ob auch die Straße Am Münster wieder für den Fahrzeugverkehr geöffnet wird, soll erst getroffen werden, wenn die Ergebnisse des Gestaltungswettbewerbs für den Münsterplatz vorliegen. Dieses Vorgehen kritisierte Eckhard Ilsemann (FDP). Die Entscheidung hätte vor dem Wettbewerb gefällt werden müssen, um Grundlage für den Wettbewerb sein zu können.

Außerdem beschloss der Rat einstimmig, dass zur Regulierung der Befahrbarkeit der Fußgängerzone versenkbare Poller angeschafft werden. Die Verwaltung soll ein Konzept für neue Fahrradabstellmöglichkeiten erarbeiten und prüfen, ob die Bushaltestelle Medenheimer Straße an den Medenheimer Platz verlegt werden kann. 

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