Tiere nicht neben Auto laufen lassen

Gassi-Fahren in der Feldmark ist verboten

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Northeim. Wer einen Hund in der Feldmark neben dem fahrenden Auto frei laufen lässt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Darauf hat die Polizei auf Anfrage jetzt hingewiesen, nachdem ein HNA-Leser über einen aktuellen Fall aus der Langeholtenser Feldmark berichtet hat.

„Abgesehen davon, dass das Befahren von Feldwegen bereits verboten ist, verstoßen Hundehalter, die ihre Tiere von einem Fahrzeug aus führen, gegen den Paragraphen 28 der Straßenverkehrsordnung,“ sagt Polizeipressesprecher Uwe Falkenhain. Die Höhe des Verwarngeldes liege mit fünf Euro zwar sehr niedrig, doch die Tatsache, dass ein Verwarngeld vorgesehen ist, zeige dass Hundehalter, die so handeln, ihre Aufsichtspflicht verletzen und möglicherweise Probleme mit ihrer Versicherung riskieren, falls durch den Hund Dritte geschädigt werden.

Unabhängig von den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung ist das Gassi-Fahren auch auch aus tierschutzrechtlicher Sicht kritisch zu sehen. Das stellt der Landkreis Northeim auf Anfrage zu diesem Thema klar.

Hunde hätten zwar ein großes Bewegungsbedürfnis und gemäß der Tierschutzverordnung sei ihnen je nach Rasse, Alter und Gesundheitszustand täglich Auslauf zu gewähren. Dem Hund müsse aber auch ausreichend Möglichkeit zu arttypischem Verhalten wie Schnuppern und Markieren eingeräumt werden. Außerdem dürfe die körperliche Leistungsfähigkeit des Tieres nicht überfordert werden. Um das sachgerecht beurteilen zu können, sei der Hund so zu führen, dass die Bezugsperson entsprechende Warnsignale auch wahrnehmen kann.

Beim Ausführen von Hunden neben dem Auto seien diese Aspekte nur schwer zu erfüllen, so Kreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer. In jedem Fall seien Hunde so zu führen, dass von ihnen keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht.

Von Niko Mönkemeyer

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