Vier Nutzungen unter einem Dach

Gebäudekomplex "Q 4“ in Northeim eingeweiht - landesweite Vorbildfunktion

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Offiziell eröffnet: Der Gebäudekomplex „Q 4 – Wohnen am Wieter“ auf dem ehemaligen Krankenhausgelände ist schon fast vollständig belegt.

Northeim – Der niedersachsenweit einmalige Gebäudekomplex „Q 4 – Wohnen am Wieter“ auf dem Gelände des ehemaligen Northeimer Kreiskrankenhauses an der Ecke Sturmbäume/Robert-Schnabel-Straße ist mit der Einweihung offiziell in Betrieb gegangen.

In dem 6,3 Millionen Euro teuren Bau sind eine Kita, eine Wohngruppe für elf an Demenz erkrankte Menschen, 13 weitgehend barrierefreie Wohnungen und ein Quartierstreff untergebracht. Das Q steht dabei für Quartier und die Vier für die unterschiedlichen Bereiche.

„Das Haus ist ein Beispiel für eine gelungene Nachnutzung des früheren Krankenhausgeländes“, lobte Northeims Bürgermeister Simon Hartmann.

„Es könnte Vorbild für andere Kommunen sein.“ Errichtet wurde das Gebäude von dem Northeimer Unternehmen „Wohnen in Northeim“ in enger Kooperation mit den Johannitern. „Es ist das größte und teuerste Bauprojekt in der Geschichte des Unternehmens“, sagte die Vorsitzende des Aufsichtsrats, Sparkassendirektorin Ute Assmann. Ihren Angaben zufolge blieb das Projekt rund eine halbe Million Euro unter den Kostenprognosen. Die Johanniter betreiben die Kita, die WG der an Demenz erkrankten Menschen und das Quartiermanagement. Wohnen in Northeim stellt dafür Räumlichkeiten im Erdgeschoss zur Verfügung, darunter einen Raum, der auch für kleinere Veranstaltungen geeignet ist.

Ute Assmann, Vorstandsvorsitzende der Kreis-Sparkasse Northeim

Für das Quartiersmanagement haben die Johanniter die Sozialmanagerin Lara Henne eingestellt. Sie soll nicht nur Bindeglied zwischen den Wohnformen sein, sondern insbesondere Menschen aus den umliegenden Wohnbereichen mit verschiedenen Aktivitäten die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben ermöglichen. „Die sozialen Aktivitäten und Infrastrukturen bieten eine hervorragende Vernetzung insbesondere in der generationsübergreifenden Arbeit“, sagte die Geschäftsführerin von Wohnen in Northeim, Katharina Franzke.

In der Kita sind die 25 Plätze bereits belegt, aber in der Krippe gibt es noch neun freie Plätze, sagte der Northeimer Dienststellenleiter der Johanniter, Bernward Kellner. In der Demenz-Wohngruppe können noch drei freie Plätze vergeben werden. Die Wohnungen sind mit einer Ausnahme alle belegt.

Dabei handelt es sich um eine barrierefreie Zwei-Zimmer-Wohnung mit 70 Quadratmetern. Weil sie gefördert ist, liegt der Preis bei 5,60 Euro kalt pro Quadratmeter. 

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