Besuch in der DRK-Rettungswache

Baby Fiete hat es eilig: Geburt im Rettungswagen an der Straße

Geburt im RTW des DRK: Von links Notfallsanitäter Adrian Klotzsch, Rettungssanitäter Tobias Schirk, Nico und Johanna Heese mit Baby Fiete.
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Geburt im Rettungswagen des DRK: Von links Notfallsanitäter Adrian Klotzsch, Rettungssanitäter Tobias Schirk, Nico und Johanna Heese mit Baby Fiete.

Als ein Rettungswagen zu einer Geburt im Kreis Northeim gerufen wird, stellen sich die Sanitäter auf einen Transport der Mutter zur Klinik ein. Doch dann geht alles ganz schnell.

Moringen – Johanna und Nico Heese aus Fredelsloh sind am 10. September um 15.45 Uhr Eltern geworden. Das ist nichts Besonderes, wohl aber der Ort der Geburt: Baby Fiete kam nämlich im Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auf die Welt.

Jetzt haben die glücklichen Eltern samt Fiete die Northeimer Rettungswache besucht, um sich noch einmal bei dem Team des Rettungswagens zu bedanken. Dabei erinnerten sich alle Beteiligten noch einmal an das, was sie am 10. September erlebt haben.

Geburt von Baby Fiete zwei Wochen zu früh: Rettungswagen aus Northeim kommt schnell

„Ich war sehr dankbar, als der Rettungswagen damals bei uns eintraf“, erzählt Johanna Heese. Denn Fiete hatte es ganz schön eilig: Eigentlich sollte Fiete, der bei seiner Geburt nur 2150 Gramm wog und 47 Zentimeter groß war, erst am 25. September das Licht der Welt erblicken.

Doch dann kam alles anders: Denn von den ersten Wehen bis zu seiner Geburt sollten keine 45 Minuten vergehen. Als dann um 15.10 Uhr die Meldung für den Einsatz einer beginnenden Geburt einging, machten sich Notfallsanitäter Adrian Klotzsch und Rettungssanitäter Tobias Schirk von der DRK-Rettungswache Northeim mit dem RTW auf den Weg nach Fredelsloh.

Kreis Northeim: Plötzliche Geburt von Baby Fiete im Rettungswagen

Natürlich gingen die beiden davon aus, dass das Kind erst in der Klinik zur Welt kommen wird, erinnert sich Klotzsch.

Vor Ort trafen die beiden Notfall-Profis auf Johanna Heese und ihre Schwiegermutter. „Als der Rettungswagen eintraf, war ich schon in den Presswehen“, erinnert sich Johanna Heese. Während Klotzsch und die Notärztin im RTW die werdende Mutter versorgten, saß Tobias Schirk am Steuer mit dem Ziel Entbindungsstation im Krankenhaus.

„Doch plötzlich rief mein Kollege, ich solle rechts ranfahren, weil das Baby jetzt zur Welt kommt“, erinnert er sich. Nahe Lutterbeck fand dann die Geburt des kleinen Fiete im RTW statt.

„Aufregender Einsatz“ im Kreis Northeim: Baby Fiete geht es gut

Schirk: „Das war ein sehr aufregender, aber vor allem sehr schöner Einsatz, an den wir noch viel denken werden.“ Sonst seien die Anlässe, zu denen er und seine Kollegen alarmiert werden, oft eher traurig – Menschen sind spontan oder chronisch krank, hatten einen Unfall oder schweben in Lebensgefahr.

Fiete hat inzwischen gut an Gewicht zugelegt. Nach einem weiteren Klinikaufenthalt und einer Neugeborenengelbsucht sind nun alle anfänglichen gesundheitlichen Hürden gut gemeistert. „Im Nachgang können wir das alles mit vier Humor betrachten“, so das glückliche Ehepaar Heese. (kat)

Deutschland erlebt in Corona-Zeiten einen regelrechten Baby-Boom. Auch in Hessen sind die Geburtenzahlen sehr hoch. Und drei Schwestern aus Bayern haben ihre Babys innerhalb von nur 72 Stunden bekommen. Laut den Frauen war es „purer Zufall“.

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