Gemeinsam statt einsam: Gelbe Damen und Herren gesucht

Markenzeichen ist das gelbe Halstuch: Elisabeth Behrens und Dr. Klaus-Dieter Rolirad möchten das Betreuungsangebot der „Gelben Damen und Herren“ im gesamten Landkreis bekannt machen und haben dazu einen Flyer entwickelt. Foto: Mönkemeyer 

Northeim/Hardegsen. Gemeinsam statt einsam - so lautet das Motto des Vereins „Gelbe Damen und Herren zu Hause".

Der hat sich zum Ziel gesetzt, ältere alleinstehende Menschen im Alltag zu betreuen. Nun möchte der in Hardegsen ansässige Verein seine Aktivitäten auf den gesamten Landkreis Northeim ausdehnen.

„Wir sind davon überzeugt, dass es genügend Bedarf für unsere Arbeit gibt und suchen jetzt Menschen, die sich bei uns ehrenamtlich engagieren möchten und Spaß daran haben, Hilfsbedürftigen den Verbleib in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen“, sagt Elisabeth Behrens. Die Hardegser CDU-Ratsfrau, die 21 Jahre lang die Schwesternstation in Hardegsen geleitet hat, ging mit ihrem Vorhaben bereits vor acht Jahren an die Öffentlichkeit. Vorbild waren die sogenannten „Grünen Damen“, die bereits seit vielen Jahren in Krankenhäusern ehrenamtlich die Betreuung von alleinstehenden Patienten übernehmen und so das Krankenhauspersonal entlasten.

Allerdings dauerte es fünf Jahre, bis aus der Idee schließlich ein eingetragener Verein wurde. Der nahm im Jahr 2013 in kleinem Rahmen seine ehrenamtliche Arbeit auf (wir berichteten).

Derzeit sind drei Gelbe Damen und ein Gelber Herr im Einsatz, die in Hardegsen vier und in Northeim drei alleinstehende ältere Menschen betreuen.

„Ich bin aber davon überzeugt, dass es für unser Angebot einen weitaus größeren Bedarf gibt“, sagt Behrens. „Wir möchten möglichst viele Menschen für unsere Idee begeistern, sowohl Alleinstehende, die Hilfe in Anspruch nehmen möchten, als auch Ärzte und Krankenhäuser, die Kontakte herstellen können.“

Im Northeimer Kinderarzt Dr. Klaus-Dieter Rolirad hat Behrens bereits einen Mitstreiter gefunden, der für die ehrenamtliche Arbeit des Vereins die Werbetrommel rühren möchte.

Behrens sieht im demografischen Wandel den Hauptgrund dafür, dass immer mehr alte Menschen vereinsamt leben und sich nicht mehr in der Leistungsgesellschaft zurecht finden. Genau dort wollen die Gelben Damen und Herren für Abhilfe sorgen, indem sie

• als Ansprech- und Gesprächspartner zur Verfügung stehen,

• durch die gemeinsame Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen oder gemeinsame Café- und Restaurantbesuche, der Isolation entgegen wirken oder

• bei kleineren Besorgungen helfen und konkrete Hilfestellungen in verschiedenen Alltagsbereichen anbieten wie zum Beispiel beim Ausfüllen von Formularen oder beim Telefonieren.

kontakt@gelbe-duh.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.