Verdacht auf Untreue

Sterbekasse der Feuerwehren: Geschäftsführer soll sechsmal zugegriffen haben

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Finanzielle Unregelmäßigkeiten: Laut Staatsanwaltschaft geht es insgesamt um 200.000 Euro. 

Northeim. Bei den finanziellen Unregelmäßigkeiten in der Sterbekasse der Feuerwehren im Landkreis Northeim geht es insgesamt um eine Summe von 200.000 Euro.

Das teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Andreas Buick, am Donnerstag auf Anfrage mit. Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts der Untreue gegen den Geschäftsführer der Sterbekasse. Weitere Beschuldigte gebe es in diesem Verfahren nicht, betonte der Sprecher.

Wie Buick mitteilte, habe der Geschäftsführer zwischen dem 29. Februar und dem 31. Oktober dieses Jahres insgesamt fünfmal jeweils 10.000 Euro „zu eigenen Gunsten“ überwiesen. Dieser habe angegeben, dass er das Geld später wieder zurückgezahlt hätte.

Außerdem habe der Geschäftsführer 150.000 Euro an eine andere Person überwiesen. Diese Summe, so erklärte Buick, habe wohl den Charakter eines Darlehens gehabt. Denn 110.000 Euro seien davon bereits vor Beginn der Ermittlungen wieder zurückgeflossen.

Die Ermittlungen waren in Gang gekommen, nachdem ein Geldinstitut wegen der Kontenbewegungen eine Anzeige wegen des Verdachts der Geldwäsche erstattet hatte.

Kreisbrandmeister Bernd Kühle hatte die Unregelmäßigkeit am Mittwoch öffentlich gemacht (HNA berichtete) und dabei betont, dass trotz der veruntreuten Summen die Sterbekasse immer geschäftsfähig gewesen sei.

Die Konten der Sterbekasse sind nach Kühles Worten für den Geschäftsführer gesperrt worden. Ein Anwalt soll ihm gegenüber die Interessen der Sterbekasse vertreten.

Auch wegen des „hohen moralischen Schadens“ für die Feuerwehr sei er von seinen Tätigkeiten bei der Feuerwehr freigestellt worden. In den Räumen des Kreisfeuerwehrverbandes habe er Hausverbot erhalten. Dabei hatte Kühle betont, dass der Geschäftsführer die Sterbekasse zuvor 16 Jahre lang ohne Beanstandungen geführt habe.

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