Nachfolge soll schnell geregelt werden

Geschäftsführer Marko Schwartz verlässt das Helios-Krankenhaus in Northeim

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Das Northeimer Helios-Krankenhaus 

An der Spitze der beiden Helios-Krankenhäuser in Northeim und Bad Gandersheim bahnt sich ein Wechsel an.

Wie der Klinik-Konzern mitteilte, hat sich Marko Schwartz, der seit Februar 2017 beide Kliniken als Geschäftsführer geleitet hat, aus persönlichen Gründen entschieden, Helios zu verlassen. Er wolle sich neuen Aufgaben widmen, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Schwartz war insgesamt acht Jahre für den Klinik-Konzern tätig. Bevor er die Geschäftsführung in Northeim übernahm, war der Jurist Geschäftsführer für drei Reha-Kliniken in Bad Berleburg von Helios. Helios-Regionalgeschäftsführer Reiner Micholka ist zuversichtlich, kurzfristig eine erfahrene Nachfolge für die Leitung der beiden Klinikstandorte vorstellen zu können.

„In den vergangenen acht Jahren hat Marko Schwartz zahlreiche notwendige Veränderungen an den Klinikstandorten in Diez, Bad Berleburg, Northeim und Bad Gandersheim initiiert und begleitet und damit wesentliche Akzente für die Weiterentwicklung der Kliniken gesetzt. Ich wünsche ihm für seine neuen Aufgaben alles Gute und viel Erfolg“, dankte Micholka dem scheidenden Northeimer Geschäftsführer Marko Schwartz.

Marko Schwartz, scheidender Helios-Geschäftsführer

Schwartz war in Northeim umstritten. Die vom Northeimer Ärzteverein im Sommer 2018 geäußerte Kritik an den Zuständen in der Northeimer Klinik zielte in erster Linie auf den Geschäftsführer.

Ihm fehle das Wissen und das Verständnis dafür, wie Rationalisierungen ohne Einschränkungen notwendiger Leistungen vorgenommen werden können, kritisierte der Ärzteverein. Er bemängelte damals auch, dass es Helios nicht gelinge, frei werdende Arztstellen wieder zu besetzen.

Für Irritationen hatte dabei auch gesorgt, dass Schwartz neben seiner Geschäftsführertätigkeit noch nebenberuflich als Anwalt arbeitete. In einer Northeimer Kanzlei hatte er dafür einen Raum gemietet. Der Aufsichtsrat der Northeimer Helios-Klinik erfuhr davon erst im Zuge der damaligen HNA-Recherchen.

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