Geschockt von den Zerstörungen

Johanniter aus dem Kreis Northeim vom Einsatz im Flutkatastrophengebiet zurückgekehrt

Johanniter-Regionalbereitschaftsführer Marc Küchemann (vorn) dankt seinem Team, mit dem er jetzt aus dem Katastrophengebiet rund um Ahrweiler zurückgekehrt ist.
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Johanniter-Regionalbereitschaftsführer Marc Küchemann (vorn) dankt seinem Team, mit dem er jetzt aus dem Katastrophengebiet rund um Ahrweiler zurückgekehrt ist.

Johanniter aus dem Kreis Northeim haben im Hochwassergebiet Betroffene betreut.

Northeim/Einbeck – Von ihrem Einsatz aus dem Flutkatastrophengebiet Ahrweiler sind die rund 40 Einsatzkräfte der Johanniter aus Südniedersachsen und Harz-Heide am Montag zurückgekehrt. Dort wurden sie von zahlreichen Johanniter-Kollegen, Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und Thorsten Müller, Mitglied des Johanniter-Regionalvorstandes Südniedersachsen, in der Unterkunft in Einbeck empfangen.

Im Katastrophengebiet war die Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung der Stadt und der angrenzenden Orte sowie der zahlreichen freiwilligen Helfer und Einsatzkräfte Aufgabe der Johanniter, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bei ihrer Rückkehr wurden die Einsatzkräfte mit großem Applaus empfangen, heißt es weiter. Alle waren gespannt auf die ersten Schilderungen von Regionalbereitschaftsführer Marc Küchemann, der zunächst berichten konnte, dass sein Team vollständig und gesund zurückgekommen sei.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel dankte den Ehrenamtlichen: „Was Sie und alle anderen dort leisten und geleistet haben, hat meine absolute Hochachtung. Auch wenn man die belastenden Bilder der Katastrophe in den Nachrichten gesehen hat, kann man sich kaum vorstellen, was Sie vor Ort erlebt haben müssen. Ich bin sehr stolz auf die Johanniter und freue mich auch über das große Engagement aus unserem Landkreis.“

Thorsten Müller vom Johanniter-Regionalvorstand dankte den Einsatzkräften: „Sie haben sich in ihrer Freizeit für die medizinische Versorgung und Betreuung der Betroffenen, Spontanhelferinnen und -helfer sowie der Einsatzkräfte vor Ort eingesetzt. Sie haben das Leid und die Trauer der Menschen dort miterlebt und werden diesen Einsatz vermutlich niemals vergessen.“ Regionalbereitschaftsführer Marc Küchemann bedankte sich bei seinem Team und auch noch einmal bei den Einsatzkräften, die ihn in den vergangenen Wochen bei den ersten beiden Einsätzen in Ahrweiler begleitet haben.

„So etwas wie dort haben wir bisher noch nie gesehen. Es wird noch Jahre dauern, bis in den betroffenen Regionen alles wiederaufgebaut ist. Geschockt habe ich gesehen, welch große Zerstörung die Wassermassen angerichtet haben. Viele Menschen leben ohne Strom und an den Straßenrändern stehen Kanister mit Frisch- und Abwasser. Das Erlebte vor Ort, ist mit Worten kaum zu beschreiben.“

Aus Südniedersachsen waren Helferinnen und Helfer der Ortsverbände Einbeck, Northeim, Bad Gandersheim, Holzminden und Hildesheim mit dabei.

Mit dabei war auch Philip Maas, der bereits viele Jahre ehrenamtlich tätig ist. Er berichtete: „Wenn ich meine Augen schließe und an das Gesehene vor Ort denke, bekomme ich auch jetzt noch eine Gänsehaut. Dennoch bin ich sehr dankbar dort gewesen zu sein, um die Menschen in Not zu unterstützen. Und ich bin tief beeindruckt von der großartigen Arbeit aller Helferinnen und Helfer vor Ort, die Hand in Hand zusammenarbeiten.“

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