Zentraler Omnibusbahnhof

Gestaltung des Northeimer Münsterplatzes: Busse sollen vor St. Blasien

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So war es früher: Der Münsterplatz diente als Parkplatz und an der Durchgangsstraße waren Bushaltestellen. Das Foto stammt vom Ende der 1960er-Jahre.

Northeim. Die Ratsfraktionen von SPD und FDP haben sich dafür ausgesprochen, den Zentralen Omnibusbahnhof von der Gardekürassierstraße auf den Münsterplatz zu verlegen.

Sie haben die Northeimer Stadtverwaltung aufgefordert, zu prüfen, ob die Verlegung möglich ist, ohne die Funktion des Münsterplatzes als Festplatz zu beeinträchtigen.

In einem Brief an Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser, den beide Parteien auch der HNA geschickt haben, erinnern die beiden Fraktionsvorsitzenden Berthold Ernst und Eckhard Ilsemann dabei daran, dass es entsprechende Überlegungen auch bei der Einführung der Fußgängerzone gegeben habe. Es müsse also auch noch Unterlagen dazu geben.

Münsterplatz: Außer bei Veranstaltungen wie dem Weinfest (Foto) und dem Weihnachtsmarkt fristet der Münsterplatz ein Schattendasein.

SPD und FDP fordern außerdem, dass bei der ersten Sitzung des Sanierungsausschusses am Dienstag, 8. August, der Tagungsordnungspunkt „Künftige Funktion des Münsterplatzes“ behandelt wird. „Wir sehen es als sachgerecht an, dass den Fachplanern für die Planung der weiteren Entwicklung für diesen sensiblen Platz eine politische Orientierung des Rates an die Hand gegeben wird“, heißt es in dem Brief an Tannhäuser.

Schließlich komme dem Münsterplatz für die Entwicklung der Innenstadt eine zentrale Bedeutung zu. Seit der Einführung der Fußgängerzone habe der Platz einen schleichenden Niedergang erlebt. Im Ausschuss sollte eine erste Diskussion darüber geführt werden, in welche Richtung die Planungen für den Platz gehen sollen. SPD und FDP sprechen sich für einen multifunktionalen Charakter des Platzes aus, weil dieser seine Funktion als zentraler Festplatz mehr und mehr verliere. Die derzeitige Kombination als Ort für Open-Air-Veranstaltungen einerseits und als innerstädtischer Hundewiese andererseits sei, so schreiben Ernst und Ilsemann, nicht zukunftsweisend. 

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