Es gibt mehr Geld für Pflegebedürftige

Pflege kostet Geld: Der Sozialverband empfiehlt, höhere Pflegestufen noch in diesem Jahr zu beantragen. Foto: dpa

Northeim. Angehörige von Pflegebedürftigen, deren gesundheitlicher Zustand sich verschlechtert hat, sollten noch in diesem Jahr eine höhere Pflegestufe beantragen.

Das hat jetzt der Sozialverband Deutschland (SoVD) empfohlen.

Hintergrund sei das sogenannte Pflegestärkungsgesetz II, das im Januar 2017 in Kraft tritt, heißt es hierzu in einer Pressemitteilung des Sozialverbandes. Ab dem kommenden Jahr wird es statt der bisherigen drei Pflegestufen insgesamt fünf Pflegegrade geben.

„Wer bereits eine Pflegestufe habe, muss sich eigentlich um nichts kümmern“, sagt Katharina Lorenz vom Info-Dienst des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen. „Wer zum Beispiel jetzt die alte Pflegestufe zwei hat, erhält automatisch den neuen Pflegegrad drei mit höherem Pflegegeld und höheren Sachleistungen, denn niemand darf durch die Überleitung in das neue System schlechter gestellt wer den.“

Für Pflegebedürftige, bei denen schon jetzt absehbar sei, dass eine Höherstufung in Frage kommt, sei es daher mit finanziellen Vorteilen verbunden, gleich mit einer höheren Einstufung in das neue System übernommen zu werden.

Mit der neuen Regelung werde die Begutachtung von Patienten, die vom medizinischen Dienst der Krankenkasse vorgenommen wird, transparenter, so Lorenz. „Zur Beurteilung wird bisher hauptsächlich begutachtet, inwieweit die Betroffenen bei der täglichen Körperflege, der Ernährung und in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Künftig wird dabei auch die Möglichkeit einer Behandlungspflege bei Krankheit oder die Verfügbarkeit von Angehörigen mit einbezogen.“

Für nähere Informationen steht Sozialberater Marcos Prieto Meis im SoVD-Beratungszentrum Northeim, Tel. 05551/913063 zur Verfügung.

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