Fußball: Mannschaft nach Einzug ins NFV-Pokal-Achtelfinale in der Zwickmühle

SVG Göttingen: Neue Termin-Probleme

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Fair Play mit dem Pokal-Helden nach dem Sieg: Der neue SVG-Torhüter Omar Younes (Mitte) und Jan Hoffmann (links) klatschen mit Northeims Linus Baar (rechts)ab.

Northeim/Göttingen. Völlig verzwickte Situation bei der SVG! Große Freude auf der einen Seite nach dem Einzug ins NFV-Pokal-Achtelfinale, in dem die Göttinger am kommenden Sonntag um 17 Uhr bei Arminia Hannover antreten müssen.

Gerade diese Ansetzung bringt die Schwarz-Weißen aber erneut vor große Termin-Probleme.

Inklusive des Sparkasse Göttingen Cup-Spiels am Montagabend müsste die SVG am Mittwoch im Falle der Viertelfinal-Qualifikation, am Freitag im Falle der Halbfinal-Qualifikation und am Sonntag (16 Uhr) im Falle der Final-Qualifikation aufs Feld. Geht mit der ersten Mannschaft aber eben gar nicht, weil ja Sonntag das NFV-Pokalspiel in Hannover steigt. Ein Dilemma, aus dem die SVG nicht wirklich herauskommt.

„Selbst drei Spiele in einer Woche sind mir zu viel“, sagt Trainer Knut Nolte. „Die Pflichtspiele sind mir wichtiger und haben Vorrang. Es ist ein Drahtseilakt.“

Stammspieler im Uni-Stress

Arminia Hannover wollte das Pokalspiel gerne auf Freitagabend vorziehen. Das wiederum lehnte die SVG ab. „Vier unserer Spieler schreiben noch Klausuren. Und ohne zum Beispiel Micha Alexander und Flo Evers trete ich in Hannover nicht an“, sagt SVG-Teammanager Thorsten Tunkel. Am Samstag konnte Arminia nicht, weil der Platz bereits vergeben war. Also blieb nur der Sonntag als Termin fürs Achtelfinale. Und auch erst 17 Uhr statt 15 Uhr.

Als „sehr problematisch“ bezeichnet SVG-Vorsitzender Reinhold Napp die Situation. Er versucht den Spagat zwischen Sparkassen Cup und NFV-Pokal hinzukriegen. „Wir bewegen uns da auf dünnem Eis“, so Napp. Schließlich gelte es, die Sparkasse Göttingen als Cup-Sponsor nicht zu vergrätzen, indem Trainer Nolte nur die zweite Mannschaft die Turnierspiele bestreiten lässt wie schon gegen Kreisligist RSV 05 geschehen, das die SVG 3:5 verlor. Napp: „Die Sparkasse ist insgesamt und nicht nur beim Cup unser Partner.“

Auf der anderen Seite kann die SVG auch im Pokal gutes Geld verdienen. Bis jetzt sind es 3600 Euro, rechnete Tunkel vor. Ein Sieg bei Arminia brächte nochmal 1200 Euro, womit man, so Tunkel fast schon den kompletten Reise-Etat für kommende Saison zusammen hätte. Die SVG in der Zwickmühle...

Wie kriegt die SVG die Kurve?

...weil auch Omar Younes so gut hielt beim 5:2 nach Elferschießen in Northeim! Der in Northeim lebende 20-jährige Syrien-Flüchtling wurde zum Pokal-Helden, in dem er Melvin Zimmermanns Elfer abwehrte und zuvor Glück hatte bei Carsten Fischers ersten Schuss an den Pfosten, den Younes mit dem Rücken ins Aus lenkte. „Ich bin sehr glücklich, die SVG ist wie eine Familie für mich“, wiederholte der Keeper. „Der Torwart war die große Unbekannte“, meint Tunkel. „Erst war er in seinem ersten Pflichtspiel für uns etwas nervös, später hat er das souverän gemacht.“

Wie kriegt die SVG nun die Kurve in der Termin-Problematik? Die Cup-Spiele abschenken, um sich so besser auf den Pokal konzentrieren zu können? Man darf gespannt sein. Fünf Termine in sieben Tagen wären selbst für Profis zu viel. (haz/gsd-nh)

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