Grippewelle rollt: Schon 20 Influenza-Fälle im Kreis Northeim

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Vor allem jüngere Erwachsene unter 60 Jahren sind derzeit von schweren Infekten betroffen: Um sich auszukurieren, sollte man sich Ruhe gönnen und nicht arbeiten gehen, empfiehlt das Niedersächsische Landesgesundheitsamt.

Northeim. Die Grippewelle ist in der Region angekommen. Dem Northeimer Gesundheitsamt wurden seit Anfang Januar 20 Influenza-Fälle gemeldet.

Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 22 Fälle. Laut Landesgesundheitsamt Niedersachen ist das ein "saisontypischer Anstieg". Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2015 wurden im Landkreis Northeim 65 Influenza-Fälle registriert.

Diese Zahlen sehen zwar harmlos aus, sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Grippewelle rollt. Während es im Januar nur einen Influenza-Fall im Landkreis Northeim gab, sind es seit Anfang Februar bereits 19 Fälle. Zwar ist die Erkrankung meldepflichtig, doch kann nur gemeldet werden, was auch zweifelsfrei erkannt wurde. Und nicht jedesmal werde bei Grippe-Symptomen der aufwendige Labortest gemacht, erläutert Dr. Holger Scharlach, Pressesprecher des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes. Die tatsächliche Zahl der Influenza-Erkrankungen sei also höher als die gemeldete.

Auch in den Hausarztpraxen herrscht derzeit Hochbetrieb. „Seit etwa zwei Wochen kommen verstärkt Patienten in die Praxis und in die Notdienstambulanz, die sich mit schweren Infekten herumplagen“, berichtet der Allgemeinmediziner und Vorsitzende des Northeimer Ärztevereins Dr. Christian Steigertahl. Auffällig sei, dass viele Patienten sich schwer krank fühlten und auch über ein bis zwei Wochen nicht arbeiten gehen könnten.

Das Landesgesundheitsamt schätzt die aktuelle Situation als „normale Grippesaison“ ein. Neben der Influenza sei derzeit das Virus H1N1 dominant, das 2009 als „Schweinegrippe-Virus“ bekannt wurde. Damals wie heute seien davon eher jüngere Menschen betroffen, sagt Scharlach. Während die Zahl der Atemwegserkrankungen in den vergangenen zwei Wochen bundesweit angestiegen ist, sei die Lage in Südniedersachsen derzeit stabil.

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