Volle Wartezimmer: Grippewelle steuert auf den Höhepunkt zu

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Northeim. In den Northeimer Praxen gibt es täglich bis zu 20 Krankheitsfälle.

Die Grippewelle hat uns fest im Griff - wieder einmal. Mit hoher Wahrscheinlichkeit überrollt sie uns einmal jährlich und ist keineswegs zu unterschätzen. Denn an der Influenza sterben jährlich zwischen 5000 und 8000 Menschen in Deutschland. In 2012/2013 wurden sogar 23.600 Todesfälle registriert.

Dr. Christian Steigertahl, praktischer Arzt und Vorsitzender des Northeimer Ärztevereins, erläutert, dass die Grippewelle auch in Northeim angekommen ist. „Die Wartezimmer sind seit zwei Wochen mehr als voll und wir haben den Höhepunkt der Infektionskrankheit noch nicht erreicht“, sagt Steigertahl. Bei zehn bis 20 Patienten pro Praxis werde täglich Influenza diagnostiziert.

Wer sich infiziert hat, macht meist sehr schnell schlapp. Husten, Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost und Erbrechen sind die Anzeichen. Die einzelnen Symptome werden gezielt behandelt, sagt Steigertahl. „Eine Woche Krankheit muss man einkalkulieren. Wichtig sind dabei viel Ruhe und ebenso viel trinken.“

Der beste Schutz gegen die Grippe ist immer noch die Impfung. „Doch besonders Jüngere machen davon wenig Gebrauch - unter 60 Jahren nur etwa zehn Prozent.“ Der Arzt rät dringend davon ab, sich jetzt noch nachträglich impfen zu lassen.

Die Erreger lauern nahezu überall: an Türklinken, Telefonhörern, Tastaturen, an Griffen in Bussen und Bahnen und in Großraumbüros und an anderen Arbeitsplätzen. Auch Großveranstaltungen wie der gerade zu Ende gegangene Karneval bergen viele Ansteckungsgefahren.

Die Influenza überträgt sich meist durch Tröpfcheninfektion. Ein kurzes Händeschütteln kann schon reichen. „Deshalb ist Hygiene wie häufiges Händewaschen derzeit oberstes Gebot“, lautet der fachmännische Rat.

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